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Meinung

Das Feindbild Boomer: Eine Generation im Kreuzfeuer

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Symbolbild. Flickr [CC BY-SA 2.0] (Bild zugeschnitten)

Mit dem Spruch „Ok, Boomer“ wird seit einigen Monaten von rechter Seite auf abgekaute Phrasen, hochgehalten von Angehörigen der Baby-Boomer-Generation (Jahrgänge ~ 1945–1965), im Netz reagiert.

Kommentar von Marvin T. Neumann

Der zynisch-ironische Spruch soll unterstreichen, dass gewisse Konzepte und politische Standpunkte nicht mehr zeitgemäß und somit nutzlos geworden sind. Und das nicht aufgrund eigener progressiver Überzeugungen, sondern im Hinblick auf den Stand der Dinge und der Tatsache, dass viele Strukturen und Verhältnisse, auf die sich die Boomer gerne beziehen, gar nicht mehr existieren oder ihre Strategien einem beschränkten Paradigma entspringen. Neuerdings wird ebendieser Satz von linker Seite verwendet und findet seitdem im massenmedialen Diskurs Gehör. Doch weshalb bekommen die Boomer es von beiden Seiten um die Ohren?

Der liberal-konservative Boomer

Als typisch zu benennen wäre das vehemente Beharren auf bestimmte klassisch-liberale Binsenweisheiten: dass jede Form von Einschränkung auf lange Sicht scheitern würde; dass Zensur nie funktioniere; dass alle Menschen westlich-aufgeklärt leben wollten (ungeachtet ihres ethnokulturellen Hintergrunds); dass alles letztendlich ökonomisch zu lösen wäre; dass Israel nie und unter keinem Umstand als einzig westlich-liberaler Staat im mittleren Osten zu kritisieren wäre und natürlich, dass das altindustrielle Großkapital als Rückgrat der Nation um jeden Preis zu verteidigen wäre – ungeachtet der entgegenkommenden Abneigung. Zu dieser Sorte gehört ein großer Teil der isolierten Werte Union innerhalb der CDU und leider auch der Funktionärsriege der AfD.

Besonders penetrant ist dabei die Übernahme des links-moralischen Deutungswerkzeugs: Das ultimative Böse erscheint immer in der Form des Faschismus, ungeachtet der Monstrositäten, die links-marxistische Systeme und Bewegungen darstellen – wobei diese dann ja auch nur die altbekannten „rotlackierten Faschisten“ sind. Man versucht ständig zu zeigen, dass ja die anderen die eigentlichen Faschisten/Rassisten/Antisemiten seien.

Somit handelt es sich dann bei der Antifa nicht um eine rein linksextremistische Gruppe, sondern eigentlich um sogenannte „Linksfaschisten“, und auch die linksradikalen Klimaaktivisten der Extinction Rebellion sind, laut Beatrix von Storch, natürlich „Klimanazis“. Dass man ein Spiel mitspielt, das man nicht gewinnen kann, will dabei nicht verstanden werden, zu sehr sitzt man selbst in der von linker Kontrakultur geprägten Gedankenwelt fest.

Der rechte Boomer

Aber auch einige Rechte der Boomer-Generation haben ein Talent dafür, mit bestimmten, ungehobelten Attitüden immer reichlich für schlechte Bilder zu sorgen. Bestimmte Videoclips oder schlecht gestaltete Memes, die dann durch Handygruppen gejagt werden und ein Klischee nach dem anderen bedienen, sind vermutlich jedem bekannt. Natürlich auch die obligatorischen Spitznamen für unliebsame Persönlichkeiten wie die „Klimagretel“.

Ein ganz schlimmer Schlag wäre der Reichsbürger. Damit sind nicht unbedingt die Angehörigen dubioser Gruppierungen gemeint, viel mehr diejenigen, die darauf beharren, dass die Bundesrepublik in keiner Form einen legitimen Staat darstellt. Und dass es daher besonders clever wäre, über die Themen „Feindstaatenklausel“ und „Friedensvertrag“ bei jeder Gelegenheit zu diskutieren und dies auch gerne den Parteien als Strategie zu empfehlen. Der sogenannte Kalergi- und der Hooton-Plan dürfen natürlich auch nicht fehlen.

Es ist allgemein der Wutbürger, der – wenn auch durchaus zurecht erbost – seinen Unmut mit oftmals schlecht recherchierter Argumentation und noch schlechter selektierter Wortwahl zum Ausdruck bringt.

Der linke Boomer

Aber natürlich ist so gut wie jeder Boomer in seiner Jugend eigentlich mehr oder weniger ein Linker gewesen. Es war der größte Teil der Boomer-Generation, der in Deutschland in erster Linie als 68er-Bewegung bekannt ist. Junge Menschen, die in einem Zustand wirtschaftlichem Aufschwungs, einer Ausweitung an Opportunitäten jeder Art und einer von den Restbeständen traditionell-christlich geprägter Zivilisation zusammengehaltener Gesellschaft aufwuchsen – und sich damit rühmen, dieser den Todesstoß verpasst zu haben.

Statt eines sicheren Jobs mit Altersvorsorge, einem Haus mit Vorgarten, Auto, Kindern und Hund, haben sie sich lieber für Drogen und Orgien im Schlamm auf Rockkonzerten entschieden. Zugegeben betrifft dies hauptsächlich die Hippies und stellt eine polemische Zuspitzung dar, doch die linke kontrakulturelle DNA ist jedem Boomer gemein: die persönliche Freiheit geht über alles, jedem das Seine und linke Massenmörder sind trotzdem ein klein wenig besser als rechte Massenmörder – weil die ja irgendwie einer eigentlich guten Idee nacheiferten.

Die Aneignung des Boomer-Memes von links

Doch die neulinke Jugend hat für ihre Vorgänger anscheinend nicht viel übrig – die Revolution frisst ja bekanntlich ihre eigenen Kinder. Die Radikalität der Hippies gegen die Tradition ist den „woken Millenials” nicht radikal genug gewesen und eigentlich sind sie mit ihren homophoben, sexistischen und xenophoben Grundüberzeugungen mehr Feind als Freund.

Schließlich sind sie heute mehrheitlich alte weiße Männer, die nichts für Transsexuelle und People Of Color unternommen hätten – Althippie oder ehemaliger Mao-Fan hin oder her. Auch haben sie damals keine Kohlekraftwerke geschlossen, im Gegenteil, sie haben sogar teils versucht, dem patriotisch gesinnten Arbeiter die Hand zu reichen – für den progressiven Stand des current year eine Unfassbarkeit. Somit haben linke Teenager seit kurzem angefangen, ihre dekadente Lebensweise und absurden Perversionen gegenüber Kritik von älteren Mitmenschen mit dem „Ok, Boomer“-Meme auf verschiedenen sozialen Plattformen zu verteidigen.

Diese Stilisierung zum Opfer einer angeblich intoleranten, biedermeierschen Gesellschaft ist natürlich ursprünglich die Grundlage des Selbstverständnis eben jener Boomer gewesen, die nun, alt und nicht mehr vollständig im Gang der Zeit, kein Verständnis für Gesichtstattoos, Ohrtunnel oder Männer in Kleidern haben. Die linke Spirale dreht sich aber nun mal weiter und stoppt nicht bei langen Haaren und Schlaghosen.

Der tragische Boomer

Unterm Strich kann man festhalten: „The left can’t meme.“ Es ist erneut ein Motiv der Rechten gewesen, das angeeignet und verzerrt wurde. Wurden die Alt-68er-Boomer ursprünglich für ihren Verrat an den Vorfahren und dem Überlieferten, für ihre blinde Loyalität zu Strukturen, die längst auf sie pfeifen und zu Strategien, die uns nicht helfen können, auf die Schippe genommen, äußert sich mit der linken Adaption des Memes lediglich ein verfestigtes Ressentiment gegenüber den Ahnen und der eigenen Identität.

Für Rechte ist der Boomer ein Produkt von Dekadenz und Indoktrination, von Amerikanisierung im Zuge der Westbindung und Verrat am Eigenen als Folge des Umerziehungsprogramms. Für Linke ist er der bösartige Kapitalist, der auf Kosten der heutigen Generation und der nicht-weißen Menschheit verschwenderisch lebte und nun mit seinem SUV die Welt zu vernichten droht.

Kein rechter Generationenkrieg gegen Boomer

Wie man es auch wendet, der Boomer dient mittlerweile beiden Seiten als Boxsack, doch sollte man aufpassen. Ja, bestimmte Boomer oder ein gewisser Boomer-Habitus im eigenen Lager gehört angemessen kritisiert, aber dem Generationenkrieg, den die Linke daraus basteln will, sollte die patriotische Rechte nicht beitreten.

Viele großartige Männer und Frauen, die für ihre Heimat, Vorfahren und Nachfahren tagtäglich den Kopf hinhalten, verdienen Anerkennung und selbst ein Althippie ist ein Vorfahre und gehört somit, im Zweifel, für alte Sünden nicht verstoßen.

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3 Kommentare

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  1. Avatar

    Heimatvertriebener

    22. November 2019 at 19:24

    Obwohl knapp außerhalb der angegebenen Zeiten möchte ich doch ein wenig widersprechen.
    Zitat: „Aber natürlich ist so gut wie jeder Boomer in seiner Jugend eigentlich mehr oder weniger ein Linker gewesen. Es war der größte Teil der Boomer-Generation, der in Deutschland in erster Linie als 68er-Bewegung bekannt ist. Junge Menschen, die in einem Zustand wirtschaftlichem Aufschwungs, einer Ausweitung an Opportunitäten jeder Art und einer von den Restbeständen traditionell-christlich geprägter Zivilisation zusammengehaltener Gesellschaft aufwuchsen – und sich damit rühmen, dieser den Todesstoß verpasst zu haben.”
    Das hier Geschriebene sehe ich als durchaus zutreffend, allerdings nur auf einen ganz bestimmten Teil der damaligen Jugend. Und da ich damals, mitten in Westberlin, durchaus nicht fern vom Geschehen lebte, meine ich, mir auch ein Urteil erlauben zu dürfen.
    Anfang der 60er Jahre studierte halt nicht jeder Zweite, es gab auch noch genügend junge Menschen, die in einem Handwerk Genugtuung und ein durchaus lohnenswertes Einkommen fanden. Ebenso wie in Handel, Industrie und im Staatsdienst.
    Nicht so wenige ehemalige Studenten konnte man bald bei Taxi-Fahrten kennen lernen. Mehr sah man bei Protesten gegen die USA und alles Bürgerliche überhaupt. Der grausame Tod des dicht an der Mauer verblutenden Peter Fechter wurde zum Anlass für antiamerikanische Demonstrationen genommen. Die Stasi Mörder ließen den angeschossenen Flüchtling elend dicht am Grenzzaun verbluten, ehe sie ihn wie einen schweren Sack wegschleppten. Ob die US Streitkräfte hätten eingreifen können, vermag heute niemand mehr zu sagen. Vielleicht wäre es gut gegangen, vielleicht hätten die Mauermörder aber auch auf sie geschossen.
    Mit Beginn des Vietnam Krieges weiteten sich die Proteste deutlich aus. Es werden nicht nur Studenten demonstriert haben, aber sie stellten wohl die deutliche Mehrzahl.
    Als nicht so (ein)gebildeter junger Mensch hatte man damals andere Sorgen. Der Wohnungsmangel war ein großes Thema, Wehrdienstverweigerer kamen en masse in die Stadt und verstärkten die linke Szene. Schon die Sorbonne war bekanntlich ein Hort linken Denkens, lange vor dem zweiten Weltkrieg. Warum also auch nicht in Deutschland? Auch die Buben Willy Brandts waren bei mancher grenzwertigen Situation dabei und schafften die Erwähnung ihrer namen in der Presse.
    Einen Höhepunkt der damals auch so genannten „Studentenproteste” (es waren tatsächlich auch Frauen dabei, trotz alten Namens) war der Besuch des persischen Schah. Auf der einen Seite die „Jubel-Perser”, auf der anderen unsere lieben 68er. Polizei dazwischen, genau wie heute. Die Tötung des Studenten Benno Ohnesorg durch einen Kriminalpolizisten verursachte dann die bis dato wohl größten Krawalle. Ein böser Schlag des Schicksals ließ die (Mord?)tat durch die Hand eines Stasi Spions geschehen. Ich glaube zwar nicht, dass ihn die Stasi dazu aufgefordert hat, indes, wissen kann man es nicht bei dieser Mörderbande. Klar war, dass durch diese Handlung alles bisher Dagewesene in den Schatten gestellt wurde.
    Besonders schlimm finde ich, dass dieser Lump nicht etwa, wie so viele Andere, von der Kommunistenbande erpresst wurde, sondern sich absolut freiwillig „der guten Sache” zur Verfügung stellte. Nach seiner leider viel zu späten Enttarnung, wo nun fast alles verjährt war, schrieb die Presse: Er war der Ansicht mit seiner Tätigkeit bei der Westberliner Polizei „keiner guten Sache zu dienen”.
    Wo war sein Problem? Er hätte doch einfach im Minen- und Mauernstaat „Zuflucht gefunden. Dann wär er wohl von Sudel Ede im Adlershofer Studio präsentiert worden, aber er hätte nicht morden müssen.
    Danke fürs viele Lesen von einem die damalige Zeit Erlebenden.

  2. Avatar

    Henriette

    23. November 2019 at 14:32

    Die Kinder von dieser Generation haben meistens die Einstellungen der Eltern übernommen! Außerdem werden die Menschen allgemein immer radikaler. Nach jedem längeren Gespräch mit heutigen jungen Leuten (ca. 20 bis 25), die noch dazu gut in die Gesellschaft integriert sind, war ich schockiert, wie intolerant anderen Meinungen gegenüber diese sind!! Die „Boomer” sind wohl harmlos dagegen.

  3. Avatar

    Henriette

    23. November 2019 at 20:30

    Nur als Hinweis:
    DNA ist die englische Abkürzung (A steht für acid), DNS ist die richtige Abkürzung im Deutschen (S für Säure).

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Meinung

Patrioten an die Unis: Der Kampf um die Köpfe ist endlich eröffnet!

Julian Schernthaner

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ASDF Die Teilnehmer des gestrigen Gegenprotestes geben die Losung aus. Bild: Florian Köhl via Twitter [Einzelgenehmigung]

Am gestrigen Dienstag spielten sich an Wiener Universitäten zweierlei hochpolitische Geschehnisse mit hoher Symbolkraft ab.

Kolumne von Julian Schernthaner

Student sein, wenn die Veilchen blühen” – so beginnt die erste Strophe eines beliebten Studentenliedes aus dem Jahr 1906. Und die Veilchen blühten – zumindest bildsprachlich in Form eines blauen Auges – einem im Keim erstickten linksradikalen Protest an der TU Wien. Die Maiensonne der Folgezeile glüht zwar noch nicht – aber sie war an diesem Tag dafür einem ins Kreuzfeuer geratenen heimatverbundenen Professor vergönnt, weil die patriotische Zivilgesellschaft sich tatkräftig und präsent solidarisierte.

Linksradikaler Uni-Protest gerät zum Fiasko

Zuerst war da eine Besetzung des Bündnisses „Uns reicht’s”. In wehmütiger Erinnerung an verblasste Forderungen der letzten Generation linker Studenten vor zehn Jahren wollten sie der einstigen Mitstreiterin Maurer einen Katalog hehrer Anliegen für die Regierungsverhandlungen mitgeben und bis zur Durchsetzung nicht weichen. Die bekannteste Anzweiflerin heimischer Kultur sitzt bekanntlich gerade mit Kurz’ Türkisen am Tisch, um an einer grün-schwarzen Regierung zu schmieden.

Kaum am Ort des Geschehens angelangt, war die Revolution aber schon wieder abgesagt. Denn die Essenslieferung – wohl nicht nur bei Stürmung von Tagebauen ein Menschenrecht für konformistische Rebellen – wurde unterbunden. Gar üble blaue Gewerkschafter hingegen, die brachten den bösen Polizisten eine Schnitzelsemmel. Volle Mägen studieren nicht gut, leere Mägen protestieren eben noch schlechter.

Linkes Entsetzen über patriotische Solidarität

Auf Diskursangebote der Unileitung ging man in gewohnter moralischer Überhöhung aber nicht ein. Letztendlich kam es zur Räumung des Festsaales und Lippenbekenntnissen des Rektorats, die Anliegen ja ohnehin selber zu teilen. Tags darauf könnte der Kater nicht größer sein, weil der avisierte Sturm auf die Bastille unter dem Hashtag #wiederbrennen wie so viele ‚angekündigten Revolutionen’ wie ein Teelicht verpuffte.

Umso größer ist das Entsetzen allerdings bei Gesinnungsgenossen aller gesellschaftlichen Strata, von der ÖH-Antifa-Referentin bis zu mit Schimpf und Schand vom Souverän aus dem Parlament komplimentierten linken Ex-Politikern wie Peter Pilz, aber aufgrund eines anderen Umstandes. Denn an der traditionsreichen Uni Wien wohnten gar schröckliche patriotische Studenten einer Vorlesung eines nicht-linken Professors bei. Ja, dürfen die das denn?

Starkes Zeichen ist nur Etappensieg

Während die Krawallbrüder der vergangenen Wochen dort dank Mithilfe des dortigen Rektorats – man stellte Wachleute ab – keinen Zutritt fanden, um die Vorlesung des patriotischen Historikers Höbelt ein drittes Mal zu kapern, war dieselbe bis auf den letzten Platz gefüllt. In einem Zeichen von Solidarität quer durchs patriotische Lager erteilte man den Ansinnen linker Gesinnungswächter, jeden Widerspruch von heimischen Universitäten zu tilgen, eine klare Absage.

Und kein Schäumen vor dem Mund kann diesen Etappensieg patriotischer Zivilgesellschaft an österreichischen Hochschulen rückgängig machen. Aber es bleibt nur ein Etappensieg. Denn bloß weil man ein Zeichen setzt, sich die eigenen Leut’ nicht auf Zuruf aus der Uni schießen zu lassen, bleibt diese ja trotzdem weiter fest in linker Hand – vom Personal bis hin zu den Studentenvertretungen.

Hegemonie nur mit Strategie angreifbar

Damit der Aufbruch vom Dienstag zum Fanal werden kann und kein letztes Aufflackern eines Feuers ist, braucht es Strategie. Jeder Patriot muss danach streben, sich im Rahmen seiner Möglichkeiten zu bilden. Auch darf man es nicht länger scheuen, in heute scheinbar brotlose, aber für die Hegemonie zentrale Studien zu strömen: Die einstige Flucht in die Naturwissenschaften verzögerte den Verfall eigener Präsenz dort lediglich um eine Generation.

Gleichzeitig braucht es auch den diese Woche gezeigten Mut – vom kleinen Studenten bis ins Parlament. Man muss sich gewiss werden: In der Sache ist man unverrückbar – Personal, Positionen und eigene Traditionen sind nicht verhandelbar. Unser Liedgut ist kein Skandal, der Schmiss des Freundes kein Schandmal und die Verfechtung einer konservativen Meinung auch im „progressivsten” Fach nicht Spinnerei, sondern Beständigkeit.

Fackel patriotischer Freigeister weitertragen!

Was Jahrzehnte selbstverständlich war, war es am Dienstag plötzlich wieder. Es war gleichzeitig ein Schlag ins Gesicht all jener, welche glauben, mit allerhand Anbiederung zu verhindern, dass Torwächter des Diskurses die Torpfosten verschieben können. Der kleine Gegenprotest vom Dienstag hat diese Selbstverständlichkeit an einem Abend mehr zurückgebracht als jedes Zugeständnis an die Inhaber der Deutungshoheit in naiver Hoffnung auf Plätze am Katzentisch in Jahrzehnten.

Dieses Zeichen von fünfzig widerständigen Geistern hat jedes Potenzial, die patriotische Begeisterung wieder auf den Campus – und letztlich in die Gesellschaft zu tragen. Ein kleiner Schritt für das dritte Lager am langen Weg zurück in die Institutionen. Dieser braucht Zeit, Mut und Präsenz. Letztere beide scheinen seit gestern in Ansätzen zurückgekehrt. Hoffen wir, dass es kein Strohfeuer war und tragen die Fackel patriotischer Freigeister früherer Generationen Schritt um Schritt zurück in den akademischen Betrieb! Oder wie ein gestriger Teilnehmer ganz richtig ankündigt: „Wir kommen wieder.”


Weiterlesen:

Nach Antifa-Protesten: Patriotische Studenten zeigen Solidarität mit Höbelt (11.12.2019)

Uns reicht’s”: Studenten besetzten Festsaal der TU Wien (11.12.2019)

Kolumne: Die Universität darf kein rechtsfreier Raum werden! (4.12.2019)

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Deutschland

Benedikt Kaiser: „Die AfD darf keinen Schritt Richtung FDP 2.0 gehen”

Redaktion

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ASDF Bild: Benedikt Kaiser

Die Tagesstimme sprach mit dem deutschen Politikwissenschaftler Benedikt Kaiser über den vergangenen Bundesparteitag der AfD. Kaiser gab seine Einschätzung zu den personellen Veränderungen ab und sprach über den „Flügel”, die Unvereinbarkeitsliste sowie wichtige programmatische Weichenstellungen für die Zukunft der AfD.

Die Tagesstimme: Die medialen Reaktionen auf den vergangenen AfD-Bundesparteitag fielen sehr unterschiedlich aus. Die einen sprachen von einem Rechtsruck und einem Sieg des „Flügels“, die anderen von einer Niederlage des „Flügels“. Wie sieht Ihre Einschätzung aus?

Kaiser: Weder noch, oder besser: sowohl als auch. Die Stellungen des „Flügels” wurden gehalten bis zementiert; man kann in keiner Weise mehr ignoriert oder gar abgetrennt werden. Aber zugleich hat man – trotz Rückenwind durch die drei Landtagswahlen in Sachsen, Thüringen und Brandenburg – die Repräsentanz des Ostens und des „Flügels” entgegen legitimer Erwartungen und naheliegender Hoffnungen nicht stärken können.

Der Bundesvorstand bleibt trotz der relativ schwachen Ergebnisse der Westverbände in seiner Mehrzahl westdeutsch und liberal dominiert anstatt ostdeutsch und solidarisch-patriotisch (wo man jeweils spielerisch die 20-Prozent-Marke überschritt). Für mich als externen und kritisch-wohlwollenden Beobachter ist aber eines besonders erfreulich: Die Befürworter einer Rolle rückwärts zur neoliberalen und transatlantischen Lucke-AfD von 2015 wurden eindrucksvoll abgestraft. Drei der vier Vertreter dieses Kurses, die von der Wochenzeitung Jungen Freiheit wesentlich gestützt wurden, sind nicht in den Parteivorstand gekommen oder flogen, sofern sie bereits drin waren, raus. Die Partei hat sich für Ruhe und Ausgleich entschieden. Das ist, gegenwärtig, zweifellos korrekt. 

Die Tagesstimme: Braucht es den „Flügel“ in der AfD überhaupt?

Kaiser: Auch hier kann ich nur als Außenstehender antworten. Meines Erachtens muss alles Tun und Handeln in einer Partei fortwährend geprüft werden. Nie darf etwas statisch oder zum Selbstzweck werden. Es geht ja um mehr als um Vereinsmeierei und Fraktionsbildung. Der „Flügel” hat in der Geschichte der AfD Großartiges geleistet. Er hat verhindert, dass die Partei zu einer FDP plus Islamkritik wurde und kämpft aktiv gegen jene, die weiterhin danach trachten, aus der Alternative ein bloßes Korrektiv zu machen. Aber: Alles hat seine Zeit, alles hat seine Verortung in einem konkreten Rahmen. Ohne jetzt irgendwie für eine Auflösung des „Flügels” zu plädieren – dazu wäre es zu früh, die Basis braucht ihn – würde ich mir wünschen, dass die vernünftigen Leitwölfe bei allen Erfolgen auch konstant selbstkritisch prüfen: Wo stehen wir, was müssen wir ändern, wie können wir etwa jene erreichen, die inhaltlich aufgeschlossen sein mögen, aber sich aus Gründen fernhalten? 

Die Tagesstimme: Wird sich mit Tino Chrupalla auch die Ausrichtung der AfD verändern? Und wie sehen Sie den neuen Co-Vorsitzenden der AfD?

Kaiser: Ich begrüße Chrupallas Wahl, sehe hier aber keine Ausrichtungsänderung. Chrupalla ist als sächsischer AfD-Politiker das Gesicht einer ostdeutschen AfD: volksnah, solide, ehrlich. Man darf nicht vergessen, dass die sogenannten „neuen Bundesländer” viel weniger akademisch und bürgerlich geprägt sind als der Westen. Mit allen entsprechenden Folgen. Da beispielsweise das Bürgertum in Deutschland in den letzten Jahren vor allem grün gepolt ist, der Osten hingegen – aus historischen Gründen – weniger bürgerliche Schichten beheimatet als der Westen, haben die Grünen Ostdeutschlands kaum organische Wachstumspotentiale jenseits von Leipzig, Potsdam oder Jena. Die AfD, als großer Gegenspieler der Grünen, kann hier demgegenüber ganz anders agieren und entsprechende Erfolge erzielen. Ostdeutschland ist, wertfrei, das Land der kleinen Leute. Umso konstruktiver und authentischer ist es da, wenn der Vertreter des Ostens an der Parteispitze einer von hier ist, mit entsprechender Vita, mit entsprechender bodenständiger Ausstrahlung. Aber: Er wird viele Prüfsteine vor sich finden, und er braucht innerparteilich starke Partner. Ansonsten wird er zum Getriebenen. 

Die Tagesstimme: Der im Vorfeld angekündigte Antrag, die Unvereinbarkeitsliste zu streichen, wurde beim Parteitag schließlich doch nicht eingebracht. Aus Ihrer Sicht die richtige Entscheidung?

Kaiser: Ich halte die Unvereinbarkeitsliste für ein Relikt schlechterer Tage. Aber das Relikt abzutragen: Das wäre rein strategisch kein Coup, sondern eine unnötige Schlachtfelderöffnung. Also: Lasst die Liste, wo sie ist, aber trefft vor Ort, in den einzelnen Kreis- oder Landesverbänden, die richtige Entscheidung im Einzelfall. Und: Ich würde mir wünschen, dass die Überläufer aus Altparteien kritischer geprüft werden. Denn es gibt kein Unvereinbarkeitsdiktum für Christdemokraten, um ein Beispiel anzuführen. Aber die Akteure mit entsprechendem Background sind oft eine größere Gefahr als geläuterte Veteranen eines prononciert rechteren Kurses, die zudem politisch oftmals etwas für die Heimat wagten, als es dafür keine Posten und Gelder, sondern noch mehr Ablehnung, noch mehr Hass, noch mehr Unbill gab. Wo waren da, also vor 2015, all die Christdemokraten, die nun alternativ wirken wollen? Ehemalige Altpartei-Protagonisten, die jetzt auf den Zug aufspringen, bringen in die junge AfD ihre Verhaltensweisen mit, ihre Weltbilder, ihre oftmals großbürgerliche Klassenpolitik. Das ist gefährlich für eine Kraft, die eine dynamische Volkspartei werden muss mit Integrationspotential quer zu den bisherigen Lagern. Daher: Mehr Wachsamkeit in Richtung der Überläufer aus der sogenannten Mitte! Dort droht mittelfristig die eigentliche Gefahr für eine Alternative, die mehr sein will als nur eine Reserveelite der bestehenden falschen Elite. Das heißt freilich nicht, dass alle Neuzugänge aus CDU, CSU und Co. abzulehnen sind. Aber man sollte eben die kritische Aufmerksamkeit auch dorthin lenken. Alles andere wird ohnehin durch die Vertreter der Unvereinbarkeitsliste ferngehalten. 

Die Tagesstimme: Die Personalentscheidungen auf Bundesebene wurden nun getroffen. Mit welchen inhaltlich-programmatischen Fragen muss sich die AfD in den kommenden Monaten auseinandersetzen?

Kaiser: Nun, ich erlaube mir diesbezüglich auf meine Parteitagsanalyse bei sezession.de zu verweisen und halte folgende Standpunkt fest: Erstens müsste sich die AfD von jedem Schritt in Richtung einer FDP 2.0 fernhalten und marktliberale Positionen – und zwar einerlei, wie man politisch-ideologisch zu ihnen steht – wenigstens auf einer strategischen Analyseebene als das begreifen, was sie sind: ein Garant für ein ewiges Dasein als Klientelpartei im Bereich von 4 bis 12 Prozent. Das reicht dann womöglich für die Rolle eines koalitionären Anhängsels, eines die Union und FDP leicht korrigierenden Juniorpartners in Wartestellung,  bringt uns aber nicht näher in Richtung der grundlegenden Wende für unser Land. Man muss an allen Fronten zulegen, um mehr als 10, 15 Prozent erzielen zu können! Die Sozialdemokratie taumelt, die Linkspartei verrät ihre Stammwähler, die Union kämpft um den bloßen Machterhalt. Man kann also ausgreifen in alle Richtungen, wenn man das klassische Lagerdenken überwindet und entlang einer sozialen und patriotischen Ausrichtung verschiedene Schichten anspricht. 

Zweitens müsste sich die AfD von dem selbstgewählten Dogma befreien, man gewönne Wahlen von rechts durch Vergötzung „wohlstandsbürgerlicher” Milieus. Diese wählen überwiegend seit 1949 den Block des nichtlinken Establishments, votieren also wirtschaftsliberal in christ- und freidemokratischen Variationen, und sind damit – mehr als jede linke Gruppe in der Geschichte der BRD – hauptverantwortlich für die Situation, wie wir sie heute vorfinden und weshalb die Alternative für Deutschland überhaupt erforderlich wurde.

Drittens sollte die AfD verinnerlichen, dass die nominell größte Partei in Deutschland jene der Nichtwähler ist. Die Alternative hat, in Ost wie West, bereits Stück für Stück Teile dieses Blocks gewonnen und hat hier, nach übereinstimmender Meinung in der Forschung, weiteres Wachstumspotential. Dieses gewaltige Reservoir an Unzufriedenen, Abgewandten und Nichtrepräsentierten ist der mögliche „Game Changer” im zu betretenden Raum neuer Machtoptionen. Der „Solidarische Patriotismus”, also die Einbettung patriotischer Denkweisen in ein soziales und gemeinschaftsbezogenes Grundverständnis, könnte der Türöffner sein.

Die Tagesstimme: Vielen Dank für das Interview!

Zur Person:

Benedikt Kaiser ist Jahrgang 1987 und studierte in Chemnitz Politikwissenschaft mit europaspezifischer Ausrichtung (M. A.). Sein Forschungsschwerpunkt gilt den Faschismus- und Totalitarismus-Studien, der geopolitischen Lage in der Levante sowie dem Themenkomplex der »sozialen Frage«.

Seit 2013 schreibt Kaiser für Sezession im Netz. Außerdem publiziert er regelmäßig in der österreichischen Quartalsschrift Neue Ordnung, unregelmäßig außerdem für Compact, éléments (Paris) und Tekos (Mechelen/Belgien). Er arbeitet als Verlagslektor.

Bisherige Buchveröffentlichungen:

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Meinung

Kommentar: „Nein, der Nikolaus war kein Türke!”

Julian Schernthaner

Veröffentlicht

am

ASDF Symbolbild (Nikolaus in Vorarlberg): Böhringer Friedrich via Wikimedia Commons [CC BY-SA 2.5] (Bildausschnitt)

Jährlich wiederholen sich die irrtümlichen Aussagen, wonach der mildtätige heilige Nikolaus angeblich ein Türke gewesen sei. Ein durchschaubares Manöver – das falscher nicht sein könnte.

Kommentar von Julian Schernthaner.

So sicher wie das Amen im Gebet sind rund um den einstigen Bischof aus Myra zweierlei Debatten. Das eine ist die Geschichte, wonach dieser in vielen Kindergärten bereits unerwünscht wäre – was leider in einigen Fällen tatsächlich zutrifft. Und da wäre dann noch die Behauptung, wonach dieser ein Türke sei – und diese findet trotz allen Unsinns sogar in Politik und Medien ihren Niederschlag.

Politik und Medien befeuern Mythos mit

So jubilierte etwa Ismael Tipi, integrationspolitischer Sprecher der CDU mit türkischen Vorfahren, in einem mittlerweile gelöschten Tweet, über den vermeintlichen Umstand einer solchen Herkunft des Bischofs. Und das quer-Magazin des Bayerischen Rundfunks (BR) machte aus ihm einen Türken, welcher Menschen aus dem Mittelmeer gerettet hätte. Deswegen empfahl es „Wutbürgern”, stattdessen einen „Zipfelmann” zu kaufen.

Nicht, das es schlimm wäre, wenn es sich beim Nikolaus um einen Menschen aus einem fremden Kulturkreis handeln würde. Die Legende um den Bischof spricht für sich, das Teilen mit Anderen als Zeichen christlicher Nächstenliebe hat auch jenseits von Glaubensgrenzen einen schönen symbolischen Charakter. Einzig, man sollte bei der Wahrheit bleiben und nicht mit unwahren Narrativen für genehme Propaganda sorgen.

Hartnäckiger Fehlschluss über griechischen Bischof

Man muss nicht wie meine Wenigkeit einen Studienabschluss in historischer Sprachwissenschaft besitzen, um den zutiefst griechischen Namen zu bemerken. Niko-laos, wörtlich der ‚Sieg(er) des Volkes’, lebte in einem kleinen Ort der anatolischen Halbinsel, ein knappes Jahrtausend bevor die ersten Turkvölker dort einwanderten. Rein politisch war Kleinasien damals eine römische Provinz. Das einzige, was am Nikolaus also türkisch ist, ist die heutige Herrschaft über seinen Lebensmittelpunkt.

Mit dieser kuriosen Logik wäre wohl auch der keltische Galater Eporedorix ein Türke wie die Hethiterkönige Suppiluliuma und Muwatalli. Immanuel Kant wäre Russe, die Slawenmissionare Kyrill und Method aber Griechen. Selbst die historische Verantwortung der Deutschen fürs den NS-Staat wäre plötzlich logisch leugenbar: Rudolf Heß wäre Ägypter, Walther Darré ein Argentinier und Alfred Rosenberg ein Este. Tatsächlich entstammten sie Familien der deutschen Diaspora.

Dauermärchen über ‚islamische Erfindungen’

So weit, so gut. Aber eigentlich geht es bei der Sache nicht nur um die leicht zu entlarvenden Fehlschlüsse, sondern um die beabsichtigte Wirkung. Denn mit diesen will man wohl darlegen, welche kulturellen Einflüsse uns die Herkunftsländer von Einwanderern beschert hätten. Da wird aus einer von Berbern nach Spanien gebrachten persischen Laute mitunter schon mal die – etymologisch übrigens griechische – angeblich „islamische” Gitarre.

Plötzlich schwafelt uns n‑tv etwas von Zahnbürsten hervor, welche der islamische Prophet Mohammed erfunden hätte, weil er auf Zweigen kaute. Auch den von Sklavenhändlern überhaupt erst nach Arabien gebrachte äthiopische Kaffee verdanken wir plötzlich dem Islam, ebenso wie die bereits Archimedes bekannte Idee der Brille. Der Grundtenor: Was uns in der Vergangenheit bereicherte, muss uns auch heute bereichern. Dass ‚arabische Ziffern’ eigentlich indische sind, ist geschenkt.

Leitkultur statt falsch verstandener Toleranz

In einem Schweif falsch verstandener Toleranz überhöht man den kulturellen Einfluss der Herkunftsländer der Migranten auf Europa. Inwiefern kleine und größere Märchen in diese Richtung deren Integration fördern sollen, sei ohnehin dahingestellt. Dies gilt besonders dann, wenn man sogar exemplarische Beispiele europäischer Leitkultur dazu hernimmt.

Zu diesen gehören zweifelsohne auch die zahlreichen mit der Verehrung des heiligen Nikolaus verbundenen Brauchtümer, die allesamt auf unserem Kontinent entstanden. Denn eines ist klar: Ohne eine gelebte Leitkultur, in welche sich Zuwanderer assimilieren könnten, werden wir ihnen darüber hinaus gehende Werte unseres Kulturkreises äußerst schwer vermitteln.

Alle lieben den europäischen Nikolausbrauch

Apropos: Erst vor wenigen Tagen hatte ich die Freude, einen Bekannten in seiner Verkleidung als Nikolaus in unserer Stadt zu begleiten. Strahlende Kinderaugen über die milden Gaben entschädigten für eisige Temperaturen. Einige der so belohnten Kinder hatten erkennbar türkische Wurzeln. Keine der Eltern belehrte uns dabei über die angebliche Herkunft im Dunstkreis ihrer Vorfahren.

Im Gegenteil: Man freute sich doppelt darüber, dass das zutiefst heimische Brauchtum um diesen Tag noch gelebt wird. Die Menschen – egal ob autochthon, zugewandert oder Tourist – rissen sich ums Selfie. Vielleicht sollten Meinungsmacher mit etwas weniger Eifer an der Geschichte herum schwindeln um ihnen einen inklusiven Anstrich zu geben. Nochmal zum Mitschreiben: Nein, der Nikolaus ist kein Türke. Muss er auch nicht sein.

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