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Gesellschaft

Verein Grazer Hochschülerinnen: Weihnachtsmarkt für Königsberg

Monika Šimić

Veröffentlicht

am

Bild: Kalender zum 750-Jahr-Jubiläum der Stadt Königsberg / Bild: Die Tagesstimme

Der Verein Grazer Hochschülerinnen (VGH) veranstaltet jährlich einen Weihnachtsmarkt, um mit dem Erlös aus dem Verkauf der angebotenen Produkte Kinder im Königsberger Gebiet zu unterstützen.

Graz. Der Verein Grazer Hochschülerinnen (VGH) wurde 1912 gegründet und ist die älteste Damenverbindung in Österreich. Anders als bei ihren männlichen Pendants werden hier jedoch keine Mensuren geschlagen, sondern man widmet sich als Damenverbindung neben dem studentischen Brauchtum oft auch karitativen Tätigkeiten. Und so fand am Samstag erneut der Weihnachtsmarkt des VGH unter dem Titel „Weihnachtsmarkt für Königsberg” statt.

Deutschunterricht für Kinder

Wie ein VGH-Mitglied gegenüber der Tagesstimme erklärte, findet der Weihnachtsmarkt nun schon seit 1994 jährlich statt. Man sei damals auf der Suche nach einer sinnvollen karitativen Tätigkeit für die Verbindung gewesen. In den Jahren zuvor hatte man Flüchtlingskindern aus Ex-Jugoslawien geholfen, später entwickelte sich die Idee weiter und es folgte die fortwährende Unterstützung von Kindern in Königsberg. Während man zu Beginn vor allem Kindergärten und eine Theatergruppe unterstützte, fördert man nunmehr den Deutschunterricht für Kinder, die in der russischen Exklave die deutsche Sprache nicht mehr bzw. nur teilweise beherrschen.

Verkauf von Selbstgebasteltem und Selbstgemachtem

Beim diesjährigen Weihnachtsmarkt wurden neben kleineren Speisen und Getränken auch selbstgebastelte und selbstgemachte Produkte zum Verkauf angeboten, darunter Weihnachtsschmuck, Adventkalender, Adventkränze, Postkarten, aber auch Liköre, Marmeladen, Honig, Kekse uvm.

Stachelbeer-Marillen-Marmelade und gebrannte Mandeln vom Weihnachtsmarkt des VGH (Bild: Die Tagesstimme)

Der Reinerlös des Verkaufs kommt der Jugendarbeit und dem Deutschunterricht im Königsberger Gebiet zugute. Etwa 2.700 Euro konnten bei den vergangenen Märkten, die meist von gut 100 Besuchern besucht wurden, über drei Termine verteilt eingenommen werden. Mit dem Geld bezahle man geeignete Deutschlehrer, die Kindern in der Freizeit Deutsch beibringen, wie es seitens des VGH hieß.

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4 Kommentare

4 Comments

  1. Avatar

    Gerard Frederick

    3. Dezember 2019 at 12:19

    Das ist ja fabelhaft! Leute die ihre Eigenen unterstützen – ? deutsche Kinder in Königsberg? Ich wusste garnicht, dass die existieren.

  2. Avatar

    Heimatvertriebener

    3. Dezember 2019 at 14:50

    Eine sehr schöne Idee, die auch zur Völkerverständigung beiträgt. Regierungsnahe Institutionen hätten sich wohl im Zeichen der Restriktionen gegen Russland zurückgezogen. Klar, die betroffenen Menschen sind ja auch für die Politik ihres Staates verantwortlich.

    Es wär einteressant zu erfahren, wie viel deutschstämmige Familien dort noch leben. Auch mir war das nicht bekannt.

  3. Avatar

    Henriette

    3. Dezember 2019 at 16:22

    In den Schulen wird nur US-amerikanische und „alliierte” Siegerpropaganda gelehrt. Deshalb erfährt man nichts über die Vertreibung und v.a. Vernichtung der alteingesessenen Bevölkerung im Deutschen Osten! Das heutige „Ostdeutschland” war bis 1945 „Mitteldeutschland”. Ein gutes Buch zum Thema (aber nur für starke Nerven!) ist „Schreie aus der Hölle – Das totgeschwiegene Drama der Sudetendeutschen”! Siehe auch http://www.sudeten.at

    • Avatar

      Heimatvertriebener

      3. Dezember 2019 at 16:51

      Auf Wahlkampfplakaten der FDP in den 60er Jahren war Deutschland in den Grenzen bis 1945 abgebildet mit dem Zusatz „Dreigeteilt niemals”.
      Gesehen im Raum Minden, Porta Westfalica. Heute wäre das natürlich „Nazisprache”. Wie sich die Zeiten doch ändern.

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Gesellschaft

Hessen führt zentrales Meldeportal gegen „Hass und Hetze“ ein

Joshua Hahn

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am

ASDF Bild (Volker Bouffier, CDU): de:Benutzer: Viet2001 (Viet-Hoang Nguyen) [CC BY-SA 3.0 DE] (Bild zugeschnitten)

Das Bundesland Hessen hat am Donnerstag als erstes deutsches Bundesland ein zentrales Meldesystem gegen „Hass und Hetze“ eingeführt. 

Wiesbaden. – Das von Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) vorgestellte Portal trägt den Namen „Hessen gegen Hetze“. Auf der offiziellen Internetseite lassen sich ab sofort vermeintliche „Hasskommentare“ melden, wie die „Hessenschau“ berichtet. Zusätzlich muss man den Link zum Kommentar angeben. Alternativ können Screenshots angehängt werden, der Absender hingegen kann anonym bleiben. Anschließend sollen die Kommentare von „Experten“ geprüft werden. 

Der Ministerpräsident betonte, dass es das erste Portal dieser Art in Deutschland sei: „Das ist keine Alltagsfliege, sondern soll eine Dauereinrichtung sein.“ Es sei nun „eine breite gesellschaftliche Unterstützung“ nötig, um gegen „Hass und Hetze“ zu kämpfen. 

Al-Wazir: „Senkung der Hemmschwelle“

Der stellvertretende Regierungschef Hessens, Al-Wazir (Grüne), lobte das Projekt. Zwar sei Hessen ein sicheres Bundesland, trotzdem ließen sich Tendenzen erkennen, welche eine „Senkung der Hemmschwelle“ in Sachen „Hass und Hetze“ aufzeigten. Er betonte laut Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ dass auch online gelte, was offline der Fall ist. 

Erst im vergangenen Herbst stellte die hessische Regierung einen Aktionsplan vor, um das vermeintliche Problem „rechter Hetze“ besser eindämmen zu können. Die Justizministerin gab an, dass es nicht reiche, die Inhalte nur zu löschen, vielmehr müsse es auch zu einer strafrechtlichen Verfolgung kommen. 

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Gesellschaft

Bundestag lehnt „doppelte Widerspruchslösung“ für Organspenden ab

Joshua Hahn

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ASDF Bild (Gesundheitsminister Spahn, CDU): Olaf Kosinsky [CC BY-SA 3.0 DE] (Bild zugeschnitten)

In Österreich ist sie bereits der Fall – die Widerspruchslösung für Organspenden. Auch Deutschland solle den Ansatz laut Gesundheitsminister Spahn (CDU) verfolgen. Nun lehnte der Bundestag den Vorschlag ab. 

Berlin. – Wer in Deutschland Organe spenden will, muss dafür auch in Zukunft seine ausdrückliche Zustimmung in Form eines Spenderausweises erteilen. Der amtierende Gesundheitsminister Spahn sprach sich zuvor für die „doppelte Widerspruchslösung“ aus.

Wie unter anderem die „Welt“ berichtet, wurde der Vorschlag am Donnerstag vom Bundestag abgelehnt. Während 292 Parlamentsmitglieder für den Entwurf stimmten, votierten 379 dagegen. Drei enthielten sich bei der Wahl. Trotzdem gibt es einige Änderungen, es wurde für eine Reform gestimmt. Der Entwurf stammt laut dem „ZDF“ von mehreren Abgeordneten um die Grünen-Chefin Baerbock. 

Onlineregister für Organspender

Künftig wird es ein Online-Register geben, in welchem jeder bundesdeutsche Bürger eintragen kann, ob er potenzieller Organspender sein möchte oder nicht. 

Man könne sich beispielsweise beim Besuch von Ämtern direkt eintragen. Weiter wurde beschlossen, dass man spätestens alle zehn Jahre „direkt auf das Thema angesprochen“ werden solle. Dies kann zum Beispiel passieren, wenn man seinen neu ausgestellten Personalausweis abholt, beim Amt soll in Zukunft außerdem zusätzliches Informationsmaterial ausgelegt werden. Auch Hausärzte sollen Patienten nun maximal alle zwei Jahre „ergebnisoffen” auf die Möglichkeit der Organspende hinweisen. 

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Gesellschaft

Nächstes Konto von Identitären-Chef Sellner gekündigt

Julian Schernthaner

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ASDF Bild (Martin Sellner während eines Redebeitrags): Privat

Am Mittwochabend berichtete der Leiter der österreichischen Identitären, Martin Sellner, dass ihm die nächste Bank ein Privatkonto geschlossen habe.

Wien/Salzburg. – Eine wahre Odyssee an Geldinstituten hat der bekannte YouTuber und Aktivist Martin Sellner bereits hinter sich. Nun gesellte sich die Direktbank DADAT in die Liste an Anstalten, die ihm ein Konto sperrten. Wie Sellner auf seiner Homepage auflistet, ist diese bereits die 17. Bank, welche einen derartigen Schritt setzt.

Auch letztes heimisches Konto gesperrt

Wie der Aktivist in seinem Telegram-Kanal bekannt gab, kündigte ihm das Salzburger Institut ein Konto, welches gar nicht publik war. Dieses verwendete er bislang, um seine privaten Ausgaben – Miete, Rechnungen, Telefongebühren, Steuern – zu bestreiten. Nun habe er kein österreichisches Konto mehr, welches für einige Zwecke allerdings erforderlich sei.

Sellner vermutet hinter dem neuerlichen Schlag gegen seinen Finanzen den Druck der Grazer Staatsanwaltschaft. Diese betreibt seit geraumer Zeit zwei Verfahren gegen den Wiener. Das Oberlandesgericht Graz stellte allerdings vor Kurzem fest, dass zahlreiche Maßnahmen in Verbindung damit einer Grundlage entbehrten – Die Tagesstimme berichtete.

Bank erteilt keine konkreten Auskünfte

Auf dem Kündigungsbrief, den er mit seiner Fangemeinde teilte, gab die DADAT Bank bekannt, geschäftspolitische Entscheidungen nicht zu kommentieren. Auch bei der Antwort auf eine schriftliche Anfrage der Tagesstimme gibt sich das Geldinstitut bedeckt. Man könne sich „aufgrund des Bankgeheimnisses generell nicht zu Presseanfragen hinsichtlich Kundenbeziehungen” äußern, so eine Sprecherin des Geldinstituts.

Rechtsanspruch auf Basiskonto

Sellner will nun von einem seit 2016 bestehenden Rechtsanspruch Gebrauch machen und bei einer heimischen Bank ein Basiskonto eröffnen. Dieses muss alle gängigen Transaktionen wie Einzahlungen, Behebungen an Schalter und Geldautomat, Lastschriften, Zahlungsvorgänge im Netz und per Karte und Überweisungen über alle Kanäle ermöglichen. Er lässt nun seine Telegram-Follower abstimmen, auf welche Bank die Wahl fallen soll.

Tweet von Sellner-Gattin wird viral

Die Kunde über den ungewöhnlichen Vorgang verbreitete sich in sozialen Netzwerken schnell. Alleine ein Tweet seiner Ehefrau Brittany, unter ihrem Mädchennamen Pettibone als Buchautorin und politische Kommentatorin selbst weit über ihre amerikanische Heimat bekannt, wurde mehr als 4.000-Mal geteilt und gefiel mehr als 11.000 Mal (Stand: Donnerstag 16 Uhr 30).

Diese führt darin aus, dass ihr Gatte ein unbescholtener Mann sei, der lediglich die „falschen” politischen Ansichten besitze. Bei diesem Konto handle es sich nämlich auch bereits um das vierte Privatkonto. Die übrigen waren übrigens Spendenkonten oder geschäftliche Konten: Im Jänner 2018 etwa verlor er dem Magazin INFO-Direkt zufolge gleich mehrere innerhalb einer Woche.

Bitcoin-Account spricht Solidarität aus

Unter jenen, welche diesen Tweet aufgriffen, befand sich auch ein Konto welches sich als Account des Bitcoin-Netzwerks versteht und mehr als eine Million Follower besitzt. Dieser weist auf den Status der Kryptowährung als angeblich zensurfreie Alternative hin: „Keine Bankblockaden, keine Betriebskontrolle, keine willkürlichen Einfrierungen oder Beschlagnahmen. Nur du und dein Geld im Sinne der Meinungsfreiheit.”

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