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Gesellschaft

Finanzamt Leipzig: Linksextreme bekennen sich zu Brandanschlag

Monika Šimić

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In einem Bekennerschreiben meinten die anonymen Verfasser, dass der Anschlag gezeigt habe, „dass wir überall in Leipzig handlungsfähig sind“.

Leipzig. Ende vergangener Woche ist im Leipziger Stadtteil Lindenau ein Brandanschlag auf die Außenstelle des Sächsischen Landesamtes für Steuern und Finanzamt verübt worden. Wie der MDR Sachsen berichtete, hatten Unbekannte gegen 1:30 Uhr ein Fenster im Innenhof des Gebäudes eingeschlagen und einen Brandsatz ins Innere geworfen. Nun bekannten sich Linksextreme in einem Bekennerschreiben zur Tat, das auf dem linksextremen Portal barrikade.info veröffentlicht wurde.

Polizei prüft Echtheit des Schreibens

Die Schadenshöhe ist derzeit noch unbekannt. Unter anderem ermittelt das Polizeiliche Extremismus- und Terrorisumus-Abwehrzentrum (PTAZ) des Landeskriminalamtes Sachsen. Nach dem Anschlag kontrollierten mobile Einsatz- und Fahndungsgruppen in Leipzig bekannte, szenetypische Treffpunkte. Diese Maßnahmen hätten zunächst aber kein Ergebnis gebracht.

In dem veröffentlichten Bekennerschreiben, das der Polizei bekannt ist, nehmen die anonymen Verfasser Bezug auf Hausbesetzer in Griechenland und das von Linksextremen dominierte Viertel in Connewitz in Leipzig. Durch den Anschlag sei gezeigt worden, „dass wir überall in Leipzig handlungsfähig sind“. Die Echtheit des Schreiben wird derzeit noch geprüft.

„Werden immer Lücken finden, um an passender Stelle zuzuschlagen“

Erst im November hatte das Innenministerium in Sachsen nach mehreren Brandstiftungen die „Soko LinkX“ eingerichtet. Auch dazu äußerte man sich im Bekennerschreiben. Die Aufstockung der Ermittlungsgruppe gegen Linksextremismus sei „kein Grund, sich Sorgen zu machen, denn es werden sich immer Lücken finden, um an der passenden Stelle zuzuschlagen“, heißt es in dem Schreiben. Es ist weiters von einem „Akt der Solidarität“ mit Connewitz die Rede. Die Wahl ihres Anschlagszieles begründeten sie damit, dass das Landesamt für Steuern und Finanzen „die juristische Basis für Zwangsmaßnahmen und Gerichtsvollzüge“ sei.

Linksextreme Vorfälle häufen sich

In der Vergangenheit hatte es in Leipzig bereits mehrere Anschläge auf Einrichtungen von Behörden gegeben. Anfang Dezember hat ein Unbekannter Feuer am Bundesverwaltungsgericht in Leipzig gelegt. Bei dem Brand wurde die Fassade beschädigt. Außerdem kam es zu Brandstiftungen auf Baustellen. Auch Feuerwehrleute, die in Connewitz einen Brand löschen wollten, wurden attackiert. Für Aufsehen sorgte auch der Angriff auf eine Mitarbeiterin einer Immobilienfirma (Die Tagesstimme berichtete). Nach der Häufung linksextremer Straftaten äußerte sich auch Innenminister Roland Wöller (CDU): „Wir lassen es nicht zu, dass eine linksextremistische Szene den Rechtsstaat und seine Bürger terrorisiert“, so Wöller.

4 Comments

4 Comments

  1. Avatar

    Peter Hofmueller

    9. Dezember 2019 at 12:46

    Im „System“ Merkel Staat schon fast tägich an der „Tagesordnung“!

  2. Avatar

    Betenhilftnicht

    9. Dezember 2019 at 13:29

    Innenminister Roland Wöller (CDU): „Wir lassen es nicht zu, dass eine linksextremistische Szene den Rechtsstaat und seine Bürger terrorisiert”

    „An ihren Taten sollt ihr sie erkennen! (1. Johannes 2,1-6)“

  3. Avatar

    Klasube

    9. Dezember 2019 at 20:47

    Hallo Tagesstimmen-Team,
    diese Info soll kein Kommentar sein, sondern ein interessanter Hinweis für eventuelle Recherche:
    in der Badischen Zeitung von gestern wurde ein Artikel zu den CO2-Schmierereien auf SUVs in Freiburg veröffentlicht. Erstmals wurde von privat eine Belohnung von 10.000 Euro auf die Ergreifung der Täter ausgesetzt.
    Ob das wohl Schule macht? Hoffentlich!

    Gruß

  4. Avatar

    RRD

    17. Dezember 2019 at 6:39

    Falls Sie weiter an der Story-Leipzig dran bleiben möchten, dann beleuchten sie unbedingt auch die Gerichtsverfahren und Urteile zu dem Geschehen von 2015. Beleuchten Sie Netzwerke für Demokratie und Courage, Roter Stern Leipzig e.V insbesondere seine Verbindungen zum Bundestag und dass gesponserte netzwerk-courage, wo es neuerdings darum geht, denkende Menschen zu denunzieren. (selbst-check) https://demokratie-scan.netzwerk-courage.de/

    Enorme Spannung kann ich Ihnen jetzt schon zusagen,
    Viel Spaß und beste Grüße aus Leipzig

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