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Gesellschaft

Anschlagsserie geplant: Hauptverdächtiger in Hochsicherheitsgefängnis

Monika Šimić

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Der Hauptverdächtige Islamist soll mit zwei mutmaßlichen Komplizen Anschläge in Österreich, Deutschland, Frankreich und Luxemburg geplant haben.

Wiener Neustadt. – Ein 24-jähriger Islamist soll im Gefängnis eine Anschlagsserie geplant haben. Den Ermittlungen zufolge, die behördlich unbestätigt sind, wäre zunächst der Ausbruch des Häftlings aus der Justizanstalt Hirtenberg geplant gewesen. Danach hätte ein Sprengstoffanschlag in der Wiener Innenstadt verübt werden sollen. Der Hauptverdächtige Tschetschene und die zwei weiteren mutmaßlichen Komplizen – ebenfalls Tschetschenen – befinden sich mittlerweile in einem Hochsicherheitsgefängnis bzw. in U-Haft.

Behörden bekamen anonymen Hinweis

Der Anschlag in Wien sollte konkret zwischen Weihnachten und Neujahr den Christkindlmarkt am Rathausplatz oder dem Stephansplatz betreffen. Danach hätten weitere Attentate in Salzburg, Deutschland, Frankreich und Luxemburg folgen sollen. Wie der Standard berichtet, bekam ein anonymer Hinweisgeber allerdings Wind von den Plänen und verständigte die Sicherheitsbehörden. Nach umfangreichen Ermittlungen, Telefonüberwachungen und Observationen konnten die Behörden die zwei mutmaßliche Komplizen im Alter von 25 und 31 Jahren schließlich in U-Haft nehmen.

Der Fall wird als Verschlussakte geführt. Erich Habitzl, Sprecher der zuständigen Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt, erteilte zum gesamten Sachverhalt auf APA-Anfrage aus kriminaltaktischen Gründen keine Auskunft. Ob die Sicherheitsvorkehrungen bei den Christkindlmärkten hochgefahren wurden, blieb seitens des Innenministeriums unbeantwortet.

Hauptverdächtiger bereits zweimal verurteilt

Fest steht, dass die drei Verdächtigen über ihre Mobiltelefone laufend Kontakt hatten, obwohl in den Justizanstalten ein Handyverbot gilt und Strafgefangenen ein Kommunizieren mit der Außenwelt unmöglich sein sollte. Unklar ist jedoch, inwieweit die beiden in die terroristischen Pläne des 24-Jährigen eingebunden waren.

Der Hauptverdächtige ist für die Justiz hingegen kein Unbekannter. Er wurde bereits zweimal rechtskräftig wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung verurteilt. Im Oktober 2015 wurde er etwa vom Wiener Landesgericht schuldig gesprochen, weil er sich in Begleitung seiner Mutter und seiner hochschwangeren Ehefrau in Syrien dem „Islamischen Staat“ (IS) anschließen wollte. Die Angeklagten waren in der Türkei aber zufällig in eine Polizeikontrolle geraten und in Schubhaft genommen, weil sie keine gültigen Visa vorweisen konnten. Später wurden sie über Bulgarien zurück nach Österreich geschickt.

Im Gefängnis Mithäftlinge „missioniert“

In seinem ersten Prozess erhielt der 24-jährige Terrorverdächtige zwei jahre unbedingte Haft, wurde nach rund 14 Monaten aber vorzeitig bedingt entlassen. Und dies, obwohl bekannt war, dass er im Gefängnis als strenggläubiger Moslem Mitgefangene „missioniert“ und eine polnische Katholikin zum Konvertieren gebracht hatte. Wenige Monate nach seiner Entlassung versuchte der Tschetschene erneut nach Syrien zu gelangen. Am Flughafen Schwechat war einem aufmerksamen Beamten aber der gefälschte Pass aufgefallen. Im Oktober 2017 wurde der Islamist dann vom Landesgericht Korneuburg wiederzum zu zwei Jahren unbedingt verurteilt. Die offene bedingt nachgesehene Haftzeit aus der Vorverurteiltung wurde zudem widerrufen, sodass er knapp drei Jahre zu verbüßen hatte.

1 Comment

1 Comment

  1. Avatar

    Heimatvertriebener

    17. Dezember 2019 at 10:40

    Wenn es in zivilisierten Ländern nicht gelingt, solche Verbrecher dauerhaft auszuweisen wird deren Zivilisation dauerhaft vor die Hunde gehen. Und natürlich dürfen solche „Missionierer“ im Gefängnis nicht auch noch weiter ihrem dreckigen Geschäft nachgehen.
    In einem solchen Fall dürfte Einzelhaft geboten sein, Besuche nur mit zwischengelagerter Trennscheibe, Mitbringsel sind genauestens zu untersuchen.

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