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Gesellschaft

Neue Freilich-Studie dokumentiert ‚Krone‘-Kampagnen gegen FPÖ

Julian Schernthaner

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Am Dienstag präsentierte das Freilich-Magazin seine neue brisante Studie zur Rolle der Kronen Zeitung in der Berichterstattung über die FPÖ.

Graz. – Die Spatzen riefen es bereits länger von den Dächern: Die FPÖ ist bei der reichweitenstarken Krone seit dem Ibiza-Video in Ungnade gefallen. Dem Rechercheteam des patriotischen Freilich-Magazins ist es mit einer neuen Studie gelungen, detailliert darzustellen, wie sehr sich die Berichterstattung des einflussreichen Boulevardblattes seitdem tatsächlich gegen die patriotische Partei richtete.

Anti-FPÖ-Kampagne und „vollkommene Kehrtwende“

Auf über 40 Seiten und mit beinahe 300 Belegen zeichnen die Autoren über den Zeitraum eines halben Jahres nach, inwieweit die Freiheitlichen eine negative Berichterstattung seitens der Krone erfuhren. Dabei identifiziert man eine „vollkommene Kehrtwende“ in „sämtlichen Bereichen des journalistischen Tagesgeschäfts“ – sprich sowohl in Print- und Onlineausgabe. Häufig hätte die Zeitung dabei auch die journalistischen Trennlinien von Bericht und Meinung verschwimmen lassen, heißt es in der Recherche.

Ein Herzstück der neuen Freilich-Studie ist dabei eine Untersuchung der Kampagnenfähigkeit der Krone. Auch hier kommt man zum Schluss, dass die Zeitung die öffentliche Wahrnehmung der FPÖ maßgeblich beeinflusste: „Spesenabrechnungen, Goldfunde, steirische Liederbuch-Affäre, ständige Personaldebatten – immer ist das Blatt zur Stelle. In allen Fällen heizt es die negative Öffentlichkeit zu Ungunsten der FPÖ federführend an.“ Auffällig sei zudem die Häufigkeit, mit welcher diese geschah.

„Lehrbeispiel für Anwendung der ‚Vierten Gewalt'“

Das Fazit der Studie bezeichnet das Verhalten der Krone als „prächtiges Lehrbeispiel für die Anwendung der ‚Vierten Gewalt‘ im öffentlichen Leben“. Als eindrucksvolle Darstellung dessen gelte auch der geschickte Einsatz prägender Aufmacher: „Selbst dann, wenn der eigentliche Artikel neutral gehalten war, konnte es durchaus sein, dass die dazugehörige Titelschlagzeile reißerischer und tendenziöser Natur war.“

Kritik üben die Autoren auch an der freiheitlichen Medienstrategie – die Krone als „Mediums des Vertrauens zu halten“, habe sich nämlich als „nachträgliches Eigentor“ entpuppt. Der Partei hätte in der Folge „sowohl zu den Anwürfen als auch bei der Setzung eigener Hausthemen ein tauglicher Gegenentwurf“ gefehlt, den „Bürger hätten differenziert einordnen können.“

Fazit: FPÖ braucht „breitere Medienstrategie“

Zumindest in diesem Fall spricht das Freilich-Rechercheteam eine klare Empfehlung aus: „Die bisherige Medienstrategie der Freiheitlichen, vorzugsweise ein einzelnes, reichweitenstarkes Medium mit Inseraten und Exklusivinformationen zu versorgen und im Gegenzug auf einigermaßen gewogene Berichterstattung zu hoffen, als gescheitert betrachtet werden und harrt keiner Wiederholung.“ Stattdessen sei die FPÖ „gut beraten, eine breitere Medienstrategie zu fahren“.

Diese brauche nämlich „Rückhalt auf allen Ebenen der Öffentlichkeit sowohl aus dem Bereich parteinaher, aber auch unabhängiger Medien aus dem patriotischen Sektor“. Deren Bedeutung im öffentlichen Diskurs müsse sie „sichern und gewährleisten, um eigene Erzählungen nicht nur sporadisch, sondern dauerhaft auf allen Ebenen etablieren zu können und nicht auf das Gutdünken einzelner Medien angewiesen zu sein“.

Auch ‚Krone‘ könnte Schaden nehmen

Zuletzt warnt die Studie die Krone-Verwantwortlichen, dass auch sie einen Pyrrhussieg errungen haben könnte. Dort müsse man damit leben, durch die Kampagne an Abozahlen einzubüßen. „Die anachronistische Stellung eines Printmediums wie der Krone, das eine anormal hohe Reichweite halten konnte, wird sich überholen, wenn das Traditionsblatt zur Mainstreampostille wird“, so die Autoren. Zu Schaden käme dabei das Land, dem so „zwei kritische Kräfte zunehmend abhanden kommen“.


Die Freilich-Studie kann >>hier<< kostenlos heruntergeladen werden.

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