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Gesellschaft

Oma war ’ne Nazisau”: Diskussion um WDR-Video eskaliert

Stefan Juritz

Veröffentlicht

am

Ein freier Mitarbeiter des WDR schrieb auf Twitter: „Lass mal über die Großeltern reden, von denen, die jetzt sich über #Umweltsau aufregen. Eure Oma war keine #Umweltsau. Stimmt. Sondern eine #Nazisau.”

Köln. – Die Diskussion um das vom WDR als „Satire”-Beitrag angedachte Video „Oma ist ’ne Umweltsau” (Die Tagesstimme berichtete) ist am Wochenende endgültig eskaliert. Nachdem der Sender das Video bereits gelöscht und sich öffentlich entschuldigt hatte, legte ein freier Mitarbeiter des WDR nach und sorgte für eine weitere Provokation.

Oma war ’ne „Nazisau”?

„Lass mal über die Großeltern reden, von denen, die jetzt sich über #Umweltsau aufregen. Eure Oma war keine #Umweltsau. Stimmt. Sondern eine #Nazisau”, schimpfte der freie Mitarbeiter des WDR wortwörtlich. War die Aufregung über das WDR-Video bereits groß, macht sich nun seit Samstag eine gewaltige Empörung breit. Unzählige Nutzer veröffentlichten Screenshots des Twitter-Beitrags und ließen in den Kommentarspalten ihren Ärger über den WDR freien Lauf. Der Sender selbst distanzierte sich von dem Posting.

Der Sender distanziert sich. Bild: Screenshot Twitter

WDR-Intendant Buhrow kündigte schließlich gegenüber der BILD mögliche Konsequenzen für den freien Mitarbeiter des WDR an. „Das war unter aller Kanone. Wir werden den Vorgang prüfen und sehen, was sich daraus ergibt”, so Buhrow.

Der WDR-Intendant entschuldigte sich zudem für das umgedichtete „Oma-Lied”. „Ich will einen Fehler eingestehen und mich entschuldigen, ohne Wenn und Aber. Das Video mit dem Oma-Lied war ein Fehler.” Der WDR2 brachte am Samstagabend auch eine Sondersendung zum Thema.

Satire-Beitrag sorgt für Empörung

Hintergrund der Aufregung ist ein Video, das der WDR2 auf Facebook veröffentlicht hatte. Darin sang ein Kinderchor zur Melodie des bekannten Kinderliedes „Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad” einen „Satire-Text” über das vermeintlich klimaschädliche Verhalten ihrer Großeltern. In dem Lied wird die Großmutter als „alte Umweltsau” bezeichnet, was aktuell noch immer zu einiger Aufregung in den sozialen Medien führt.

9 Kommentare

9 Comments

  1. Avatar

    Saure Gurke

    29. Dezember 2019 at 10:47

    Satire?? tzz, tzzz …

    Faule Ausrede. Damit spielt man nicht.
    Andere nieder machen, um sich selbst hoch zu halten.
    Bagage!

  2. Avatar

    Heimatvertriebener

    29. Dezember 2019 at 15:10

    Beachtlich bei diesem Verleumder auch die sehr hohe Anzahl positiver Daumen. Vielleicht dachte der Schmierfink dabei ja an seine eigene Oma, aber das ist sein Problem. Mal abwarten als was ihn seine Nachkommen oder die seiner Mitverblendeten später bezeichnen, wenn sie für den heutigen Wahnsinn lebenslang zahlen dürfen.
    Damals war das Land in einer sehr schlimmen Lage, die Menschen hatten fast keine Möglichkeit, sich anders als über die offiziellen Kanäle zu informieren. Heute wurde der jungen Generation von ihren Vorfahren ein Leben im Wohlstand bereitet, wie es noch keine Generation vorher hatte. Und genau das sind sie im Begriff zu verspielen.
    Auch der Hitler Attentäter Graf Schenk von Stauffenberg war ursprünglich ein Anhänger Hitlers und merkte erst spät den wahren Charakter des Regimes.
    Ob Winston Churchill auch eine „Nazi-Sau” war, der noch 1938 in einem Leserbrief an die Zeitung „Times” schrieb, er wünschte sich einen britischen Hitler, falls das Vereinigte Königreich jemals in die Lage kommen sollte, in der Deutschland nach dem Weltkrieg war. Zu lesen in einigen Biographien, bestätigt im US Film „Das Urteil von Nürnberg”.

  3. Avatar

    Heimatvertriebener

    29. Dezember 2019 at 15:18

    Im Westen nichts Neues? Dort kommentiert auch ein gewisser Wolfgang Brosche im Deutschlandradio Kultur. Außerdem fällt er im Forum „Die Kolumnisten” durch beleidigende Kommentare gegen die AfD und deren Wähler auf. Hier eine Kostprobe seiner Hetze samt Schreibfehlern:

    Wolfgang Brosche sagt:
    5. Januar 2019 um 12:09 Uhr
    Inzwischen bin ich dazu übergegangen die afd und die ihnen Zujubelnden Volksgenossen als Breivik-Naturen zu bezeichnen. Solche Kommentare zeigen mir, daß ich absolut Recht habe: sie wollen vernichten: Anstand, Recht, Menschlichkeit, körperlich und seelische Unversehrtheit und im Grunde auch Leben – weil sie es genießen.
    Ihnen kommt alles recht, was nur ihre Gelüste auf Destruktion befriedigt.

  4. Avatar

    Xaver

    29. Dezember 2019 at 16:26

    Du hast Recht S.G:

    Der WDR entschuldigt sich für „Oma Nazi sau“, nun schon zum 2. mal …

    Und das wieder mit einer dreisten Ausrede, der Danny Hollek wäre ja „nur ein freier Mitarbeiter“!

    http://www.guidograndt.de/2019/12/29/eskalation-um-oma-umweltsau-lied-wdr-entschuldigt-sich-freier-mitarbeiter-verunglimpft-omas-als-nazisaeue

    Sicherung web Archive

    http://www.archive.is/9tijb

    .

  5. Avatar

    Gerard Frederick

    29. Dezember 2019 at 18:04

    Das ist keine Satire, es ist eine ungeheuerliche Beleidigung UND ALS SOLCHE GEMEINT! Alles andere ist Unsinn. Darüber zu diskutieren, oder ¨Untersuchungen¨ anzustellen ist Schall und Rauch.

  6. Avatar

    Franz

    29. Dezember 2019 at 19:31

    Der WDR Reporter Schmierfink Danny Hollek  scheint ein Antifant zu sein, er ist seit 10 Jahren  aktives Antifa Mitglied! 

    Und sowas hat dann nicht nur beim WDR, sondern generell beim Zwangs finanzierten „ÖR’ ”  Staatsfunk  die besten Chancen auf einen Schmarotzer ‑job!

               
       https://www.dortmundecho.org/2019/12/oma-eine-nazisau-wdr-skandalreporter-danny-hollek-war-teil-von-dortmunder-antifa-strukturen               
                                                       

    Homepage Sicherung

           
             
        
    http://web.archive.org/web/20191229180206/https://www.dortmundecho.org/2019/12/oma-eine-nazisau-wdr-skandalreporter-danny-hollek-war-teil-von-dortmunder-antifa-strukturen/      

              

    In sogenannten „ÖR” Funk werden ja immer öfter ganz gezielt  FCK AFD  – Aufkleber platziert, bzw. immer gerne „übersehen”..
    .
    Der Staatsfunk, fest in Links, Grüner und SPD Hand (CDU ist da bedeutungslos) beschimpft regelmäßig über 10 Millionen Deutsche Wähler, welche AFD gewählt haben! 
    (bisher, bis vor den letzten Landtagswahlen im Osten, waren es nur  über 8 Mio. Deutsche, die AFD gewählt haben). 

       

    .

  7. Avatar

    renam

    30. Dezember 2019 at 19:23

    Ich bin eine Oma und lange nach dem Krieg geboren. Ich habe mich für die Umwelt engagiert, da war Greta noch nicht einmal geboren. Und eine Nazisau bin ich erst recht nicht. Es ist eine Frechheit, eine ganze Generation von Frauen zu beleidigen. Was ist mit den Opas, die jubelnd für den Obernazi in den Krieg gezogen und Millionen von Menschen getötet haben? Die lässt man in Ruhe. Das ist keine Satire mehr, sondern Beleidigung. Die Verrohung ist auf beiden Seiten der Gesellschaft und absolut nicht in Ordnung. Wenn man auf Beleidigungen bedroht wird, ist das ebenso nicht in Ordnung. Kennt dieser Journalist nicht das drittes newtonsches Axiom? Vielleicht schafft es dieser Herr ja noch, in die Geschichtsbücher zu sehen. Die Omas haben nach dem Krieg zuerst wieder versucht, alles aufzubauen, damit solche Leute wie die Journalisten des WDR ein schönes Leben führen können. Ich habe in den 60igern für vieles demonstriert, was heute selbstverständlich ist. Ein DANKESCHÖN wäre da eher angebracht. Ich gehe ja auch nicht hin, und bezeichne alle Journalisten als Dummköpfe, mit dem IQ eines Grundschulkindes. Meine Oma hat mir immer gesagt: „Kind, vor Inbetriebnahme des Mundwerks-Gehirn einschalten!” Das möchte ich diesem Herrn auch mal sagen. Hat seine Oma wohl vergessen. Denn sie war ja eine Nazisau, oder? Werter Herr, was sagt eigentlich Ihre Oma dazu?

    • Avatar

      Heimatvertriebener

      1. Januar 2020 at 21:41

      Gehirn einschalten ist nie verkehrt, stimmt. Darum mal was zu den „Opas”, die angeblich jubelnd für Hitler in den Krieg zogen und millionenfach Menschen umgebracht haben sollen.
      Vielleicht hilft ein Beispiel: Mein Vater, Jahrgang 1920, musste seine Ausbildung unterbrechen und dem Einberufungsbescheid folgen. Als seine Militärzeit fast abgelaufen war, begann der Krieg mit Polen. Ein Land, dass übrigens keineswegs so unschuldig an allem war, wie es heute gern hingestellt wird. Mein Vater hatte noch Glück, dass er beim Bodenpersonal der Luftwaffe nicht zu den Infanteristen im vordersten Graben gehörte, von denen die allerwenigsten halbwegs heil zurückkamen. An Spätfolgen einiger Vergiftungen und Verletzungen starb er mit 55 Jahren.
      Ein Bruder meines Vaters war Dorfgendarm in Niederschlesien. Bei Kriegsbeginn wurde er zur Waffen SS eingezogen. Hat sich also nicht etwa freiwillig gemeldet, wie ein gewisser Günter Grass, er Mann mit dem erhobenen Zeigefinger. Über die politische Anschauung meines Onkels ist mir nichts bekannt, weil er den Wahnsinn nicht überlebte.
      Falls irgendjemand meint, die überwiegende Zahl der Wehrmachtssoldaten wäre jubelnd in den Krieg gezogen, übrigens ganz im Gegensatz zu 1914, dem empfehle ich ehrliche, gut recherchierte Lektüre über die damaligen Ereignisse zu lesen. Zum Beispiel das hervorragend recherchierte Buch von Ex Bundeswehr Generalmajor Schultze – Rhonhof.
      „Der Krieg, der viele Väter hatte.”
      Der Inhalt befasst sich auch mit den Jahrzehnten vor der Hitler-Diktatur. M.M. nach ein Muss, um spätere Geschehnisse überhaupt richtig verstehen zu können.
      Von einer Nachforderung und Neuverhandlung Stalins des Nichtangriffspakts, wo zusätzlich Rumänien, Bulgarien, Ungarn, der Rest der Baltenländer und Spitzbergen! gefordert wurden, habe ich selbst vor über 60 Jahren während meiner Schulzeit absolut nichts vernommen.Über den heutigen Lehrstof fmüssen wir da nicht reden.
      So erscheint mir der Angriff auf die SU schon in eiem ziemlich anderen Licht.Wobei Kriege natürlich immer zu verurteilen sind. Mehr als alle anderen Staaten haben ja wohl die USA geführt.
      Die Arbeit der damaligen tapferen Trümmerfrauen werden nur von linksgrünen Lügnern und Verblödeten in den Dreck gezogen. Wobei „Grüninnen” sogar ein Denkmal in München schleifen wollten, da diese ihrer verwirrten Meinung nach natürlich alles Nazis waren. Diese ganzen oberschlauen Typen hätte ich mal erleben wollen, wenn sie damls in HJ und BDM gesteckt hätte.

  8. Avatar

    Tanara

    16. Januar 2020 at 15:52

    Bitte lest auch die sehr interessanten Fragen aus dem 

    offenen Brief an den WDR vom AFD Vorsitzenden:    
        

                    
       http://bodensee.afd-bw.de/aktuelles/news/24293/     
                                                            

     

    Web Archive Sicherung:

              
       http://www.archive.is/CvBRp                         
                
     

    Oder auch:   

      http://afd-bw.de/aktuelles/news/24293/Tino+Chrupalla:+Offener+Brief+an+den+WDR-Intendanten+Tom+Buhrow       
                                  
      

    .
      

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Gesellschaft

Analyse: Was wollen die Grauen Wölfe eigentlich?

Julian Schernthaner

Veröffentlicht

am

Seit Ausschreitungen zwischen rechtsgerichteten Türken und linksgerichteten Kurden-Gruppen und heimischen Antifa-Aktivisten vergangene Woche sind die „Grauen Wölfe” in aller Munde. Dabei wissen viele Menschen weder über deren Hintergründe noch Betätigungsfelder und Relevanz in Österreich Bescheid.

Unter den „Grauen Wölfen” – die sich selbst als „Idealisten” bezeichnen – versteht man mehrere türkisch-nationalistische Ausläufer. Dabei wird auf den Wolf als wichtiges mythologisches Tier der türkischen Ethnien verwiesen. Heute begreifen sich vor allem Anhänger der Partei der Nationalistischen Bewegung (MHP) und der weitgehend unbedeutenden Großen Einheitspartei (BBP) darunter. Erstere aber verfügt über 50 Sitze im türkischen Parlament und befindet sich im Wahlbündnis mit der AKP von Präsident Erdogan.

Bewegte Geschichte, diverse Feindbilder

Die Ideologie der „Grauen Wölfe” ist diffus und vereint unterschiedliche nationalistische Strömungen. Neben der Einheitsbewegung aller Turkvölker zwischen Balkan und Ostasien, dem sogenannten Turanismus, finden sich vor allem islamistische und offen rechtsradikale Topoi. Die Feindbilder der Anhänger können divers sein und reichen von Kurden und Armeniern bis hin zu Israel, dem Vatikan und den USA. Einige Kritiker werfen ihnen auch eine faschistische Ausrichtung vor.

Historisch galten die „Bozkurtlar” als paramilitärischer MHP-Arm, Scharmützel und Kämpfe gegen Kurdengruppen – insbesondere solche mit sozialistischer und kommunistischer Ausrichtung – waren in den 70ern und 80ern an der Tagesordnung in der Türkei. Nach der Aufhebung eines zeitweiligen Parteiverbots mäßigte die zugehörige Partei ihren Auftritt und trat seriöser für ihre Ziele ein. Heute versteht man darunter vordergründig eine Sammelbezeichnung für ihr ideologisches Spektrum.

Zunehmende Bedeutung in türkischer Diaspora

In der Renaissance türkisch-nationalistischer Sichtweisen unter Angehörigen der türkischen Diaspora gewannen auch die „Grauen Wölfe” an Bedeutung. Sowohl der klare ideologische Vaterlandsbezug als auch die Heroisierung der einstigen Kämpfer – gerade vor dem Hintergrund des auch in den Gastländern aufkeimenden Dauer-Konflikts mit linksgerichteten Kurden-Gruppen – dürfte zur Attraktivierung beitragen. In Österreich gilt die Türkische Föderation als MHP-Sprachrohr.

Das strategische Bündnis mit der einst verfeindeten AKP spricht radikale und erzkonservative Türken aller Altersgruppen an.  Somit sind Sympathien fließend, auch bei Erdogan-Auftritten ist der unter Türkis-Blau in Österreich verbotene Wolfsgruß eine beliebte Geste. Seit geraumer Zeit versuchen „Graue Wölfe”-Sympathisanten sich in Parteien und Zivilgesellschaft zu betätigen – sowohl in Österreich als auch in Deutschland kam und kommt es in der Folge zu unwahrscheinlichen Bündnissen.

Zweckbündnisse zu linken Parteien

Viele vaterländisch denkende Türken unterstützen die AKP oder MHP samt „Grauer Wölfe”. Gleichzeitig bevorzugen sie hierzulande Parteien, die eigenen Wertvorstellungen diametral gegenüber stehen. Da sich linke Politik aber für die Belange der Migranten einsetzt, kommt es zu Zweckbündnissen. Die Parteien stellen Kandidaten aus der Community auf – und gewinnen dafür an Stimmgewicht: das Prinzip der „ethnischen Wahl”. Sehen sich linke Kurden den Grünen oder der KPÖ näher, ist es bei nationalen Türken die SPÖ.

Auf derartige Seilschaften wies bereits der weit links stehende Publizist Thomas Rammerstorfer in mehreren Beiträgen auf seiner Homepage hin. Demnach soll im Linzer „Graue Wölfe”-Hauptquartier sogar das Bild der SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner hängen. Diese ist zwar selbst für keine Nähe bekannt – der Linzer SPÖ-Bürgermeister Klaus Luger geriet aber immer wieder aufgrund mutmaßlicher Verbindungen in die Kritik. Radikale Türken nahmen dort an SPÖ-Veranstaltungen teil – und umgekehrt.

Heimische Politiker wegen angeblicher Nähe in der Kritik

Erst nach einem Eklat über einen Wolfsgruß in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen flog der umstrittene Verein „Avrasya” aus dem Linzer Integrationsbeirat. Dass es sich dabei um keine örtliche Besonderheit handelt, zeigt ein Pressespiegel der vergangenen Jahre. Vor einigen Jahren wurden etwa mutmaßliche Verbindungen des Ex-SPÖ-Ersatz-Bundesrats Hasan Duran in Tirol zu den „Grauen Wölfen” publik. Aber auch Vertreter anderer Parteien stießen immer wieder an den „Grauen Wölfe” an.

Kurz vor der Gemeindewahl 2018 leistete sich die Innsbrucks Alt-Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer einen Wahlkampfauftritt bei einem angeblich „Graue Wölfe”-nahen Kulturverein. Sie selbst trat für die ÖVP-Abspaltung „Für Innsbruck” an. Im Feber 2019 wollte Rammerstorfer sogar wissen, dass eine Salzburger FPÖ-Kandidatin auf Facebook mit der „Creme de la Creme der hiesigen grauen Wölfe” befreundet sei. Die Tagesstimme berichtete über den Eklat um türkische Wahlwerbung im Umfeld der Frau.

Einfluss auf die Jugend in Vereinen

Aber nicht nur in der Politik finden sich immer wieder Schlagzeilen rund um den Einfluss der „Grauen Wölfe”. Kurz nachdem das Nachstellen einer Schlachtszene mit jungen Kindern einer Moschee der AKP-nahen ATIB publik wurde, thematisierte das linke Wiener Stadtmagazin Falter das Zeigen des Wolfsgrußes in Wiener Koranschulen und weiteren religiös-kuturellen Vereinen.

Die Tagesstimme recherchierte daraufhin weiter und stieß auf eine Kampfsport-Schule, wo Sympathisanten der „Grauen Wölfe” mit jungen Kindern trainierten. Obwohl das Gym abstritt, dass die Ideologie im Training präsent gewesen sei, waren auf Fotos Kinder zu sehen, die den Wolfsgruß in der Sporthalle zeigen.

Kritiker auf beiden Seiten des Spektrums

Ebenso divers wie jene, denen ein Naheverhältnis zum politischen Wählerpotential im besagten Umfeld nachgesagt wird, sind auch deren Kritiker. Neben Rammerstorfer traten kürzlich auch andere Personen aus dem linken Spektrum als Kritiker auf. Darunter befanden sich sowohl der umstrittene Politologe und mutmaßliche Denkmalschänder Thomas Schmidinger von der Uni Wien sowie die frühere Grünen-Politikerin Berîvan Aslan, die ihrerseits aufseiten der Kurden-Demo auftrat.

Gleichzeitig ärgern sich auch freiheitliche Politiker regelmäßig über die Umtriebe. So kritisierte etwa der Wiener FPÖ-Chef Dominik Nepp im Vorjahr das angebliche Auftreten des Wolfsgrußes bei Busfahrern der Wiener Linien. Und nach der Absage eines Konzerts im Dunstkreis der „Grauen Wölfe” monierte der blaue Tiroler Landesparteichef Markus Abwerzger, man dürfe auch künftig „radikalen türkischen Nationalisten in Innsbruck keine Bühne bieten”.

Irgendwo dazwischen stammte wiederum die Kritik von Ex-Grünen- und Ex-ÖVP-Politiker Efgani Dönmez her. Dieser empfahl türkischen Nationalisten bereits vor einigen Jahren ein „One-Way-Ticket” in die Türkei.


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Wien: „Graue Wölfe” attackierten erneut Kurden und Antifa (26.06.2020)

Graue Wölfe trainierten Kinder an Wiener Kampfsportschule (25.04.2018)


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Gesellschaft

Versuchter Totschlag: Razzien und Festnahme in der linksextremen Szene

Stefan Juritz

Veröffentlicht

am

Die Durchsuchungen stehen im Zusammenhang mit dem brutalen Antifa-Überfall auf den rechten Gewerkschafter Andreas Ziegler in Stuttgart.

Stuttgart. – Laut Medienberichten hat die Polizei am Donnerstagmorgen mehrere Razzien in Baden-Württemberg durchgeführt. Demzufolge durchsuchten mehrere Hundert Polizisten insgesamt neun Objekte in sieben verschiedenen Städten. Wie die Stuttgarter Nachrichten und Tag24 berichten, beschlagnahmten die Ermittler Beweismaterial und nahmen einen 21-jährigen Mann fest. Gegen den Tatverdächtigen bestehe ein Haftbefehl wegen versuchtem Totschlag.

Brutaler Antifa-Angriff auf Andreas Ziegler

Hintergrund der Polizei-Aktion ist ein brutaler Antifa-Angriff auf einen Daimler-Betriebsrat. Am 16. Mai hatten etwa 50 vermummte Linksextreme den rechten Gewerkschafter Andreas Ziegler und zwei seiner Begleiter mit Schlägen, Tritten und Pfefferspray attackiert. Laut Augenzeugenberichten soll dem am Boden liegenden Ziegler sogar eine Gaspistole an den Kopf gehalten und abgedrückt worden sein. Der 54-Jährige war bei dem Antifa-Angriff so schwer verletzt worden, dass er in Lebensgefahr schwebte. Erst einen Monat nach der Attacke konnten die Ärzte ihn aus dem künstlichen Tiefschlaf holen.

FREILICH dokumentiert linke Gewalt

Damit  linksextreme Gewalttaten wie diese künftig auch umfassend dokumentiert werden, hat FREILICH am Mittwoch eine neue Homepage (www.linke-gewalt.info) präsentiert. Auf dieser Seite werden ab sofort linksextreme Fälle aus Österreich und Deutschland gesammelt. Diese sachliche Aufarbeitung ist notwendig, damit ein öffentliches Bewusstsein für das ausufernde Problem Linksextremismus entstehen kann. Denn noch immer wird Linksextremismus von Verantwortungsträgern in Medien und Politik als „aufgebauschtes Problem“ verharmlost oder als „friedlicher Aktivismus“ geleugnet.


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PKK-Hetzschriften”: FPÖ-Kritik an Förderungen für linken Verlag

Stefan Juritz

Veröffentlicht

am

Der Wiener Mandelbaum Verlag vertreibt Bücher eines in Deutschland verbotenen PKK-Verlags und erhält offenbar Förderungen vom Bundeskanzleramt und der Stadt Wien. Kritik kommt vom Wiener FPÖ-Abgeordneten Leo Kohlbauer.

Wien. – Der Mandelbaum Verlag ist ein linker Verlag mit Sitz in der Wipplingerstraße. Im selben Gebäude befindet sich weiters das w23, welches beispielsweise Gruppen wie der Rosa Antifa Wien Räumlichkeiten bereitstellt. Doch auch das Verlagsprogramm zeigt mehr als nur eine räumliche Nähe zur radikalen Linken: Der Mandelbaum Verlag gibt etwa gemeinsam mit dem aus der Antifa-Szene stammenden Münchner Unrast Verlag die Edition Mezopotamya heraus. Dort werden Werke aus dem seit Februar 2019 in Deutschland verbotenen kurdischen Mezopotamien Verlag veröffentlicht. Der Verlag war von den deutschen Behörden als Teilorganisation der bereits seit 1993 verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei (PKK) eingestuft worden. Das deutsche Innenministerium sah es nämlich als erwiesen an, dass der Geschäftsbetrieb des Verlags allein der Aufrechterhaltung des organisatorischen Zusammenhalts der PKK diene.

Linker Verlag mit staatlichen Förderungen

Unter den bisher veröffentlichten Werken der Edition Mezopotamya finden sich u.a. drei Bücher des PKK-Gründers Abdullah Öcalan, der auf der Homepage des Mandelbaum Verlags als „Vordenker und wichtigster politischer Repräsentant der kurdischen Freiheitsbewegung” bezeichnet wird. Dass es sich bei der PKK um eine militante Untergrundorganisation handelt, die für zahlreiche tödliche Terroranschläge verantwortlich ist und von der EU als Terrororganisation eingestuft, findet hingegen keine Erwähnung.

Dessen ungeachtet wird der Mandelbaum Verlag laut eigenen Angaben im Rahmen der Kunstförderung des Bundeskanzleramtes unterstützt; für einzelne Buchprojekte zudem von der Kulturabteilung der Stadt Wien, dem Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus und dem Zukunftsfonds der Republik Österreich.

FPÖ-Kohlbauer: Stadt Wien fördert Verlag von „PKK-Hetzschriften”

Die freiheitliche Nachrichtenseite Unzensuriert berichtete am Dienstagvormittag darüber. Stunden später reagierte der Wiener FPÖ-Landtagsabgeordnete Leo Kohlbauer. „In Deutschland wird der Verlag dieser offenbar problematischen Schriften bundesweit verboten, in Wien mit Steuergeld gefördert. Das muss man erst einmal sickern lassen“, zeigte er sich in einer Aussendung erbost. Da der Mandelbaum Verlag sich nach eigenen Angaben durch Spenden finanziert, will der Freiheitliche nun wissen, ob auch staatliche Gelder geflossen sind. „Die FPÖ wird jetzt genau nachschauen, ob auch die MA7 und die Regierung Kurz gespendet haben, um die Ausbreitung der Konflikte radikaler Kurden in Wien weiter zu fördern“, kündigte Kohlbauer an.


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