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Gesellschaft

Uni Wien: Vermummte Linksextremisten verhindern Höbelt-Vorlesung

Julian Schernthaner

Veröffentlicht

am

Bild: Screenshot Twitter.

Die Proteste weit links stehender Akteure gegen die Lehrveranstaltung von Lothar Höbelt gehen in die nächste Runde – und verunmöglichten erstmals deren Abhaltung.

Wien. – Noch im alten Jahr marschierten Kräfte des linken Randes bereits zweimal in den Hörsaal 50, um ihren Protest gegen die Lehre des konservativen Historikers zu bekunden. In der Woche darauf solidarisierten sich dann wiederum zahlreiche Studenten mit dem ins Kreuzfeuer geratenen Professor – Die Tagesstimme berichtete. Für die Lehrveranstaltung am gestrigen Dienstag mobilisierten dann beide Seiten.

Tätlicher Angriff auf RFS-Bundesobmann

Bereits mehr als eine Woche vor der Vorlesung warb die linksextreme autonome antifa [w] in sozialen Medien dafür, sich an „antifaschistischen Protesten” zu beteiligen. Diesmal äußerten sie tatsächlich den Wunsch, den Lehrveranstaltungsbetrieb zu „stören” Am Dienstag fanden sich dann 80 bis 100 Personen ein, die bereits Stunden vor der eigentlichen Vorlesung den Aufgang zum Hörsaal blockierten. Der Großteil dieser Abordnung trat dabei vermummt in der Ästhetik des „Schwarzen Blockes” auf.

Zur Konfrontation kam es, als sich der Bundesobmann des Rings Freiheitlicher Studenten (RFS), Markus Heim, mit einigen anderen Studenten dem Veranstaltungsort näherte. In einer Aussendung berichtet dieser von tätlichen Angriffen auf seine Person. Bereits nach seiner Ankunft hätte man ihn mit Eiern beworfen, welche einen unbeteiligten Studenten am Kopf verletzt hätten. Kurz darauf hätten ihn „sieben bis acht von hinten kommende Extremisten” mit Fußtritten und Schlägen malträtiert.

Patriotischer Spontanprotest vor ÖH-Buro

Neben den freiheitlichen Studenten hatte unter anderem auch Martin Sellner, Leiter der österreichischen Identitären, dazu mobilisiert, sich erneut solidarisch mit Höbelt zu zeigen. Wie Sellner gegenüber der Tagesstimme angab, hätten nach der linksextremen Blockade „patriotische Studenten, die in den Hörsaal nicht reingelassen wurden” stattdessen spontan vor dem Gebäude der Österreichischen Hochschülerschaft (ÖH) demonstriert.

Mit dem bereits zuvor verwendeten Banner mit dem Slogan „Linksextreme raus aus der Uni” habe man dort eine „Kundgebung” veranstaltet. Man protestiere dabei gegen „von der ÖH geduldete und zum Teil mitinitiierte Angriffe auf friedliche Studenten und insbesondere die tatsächlich stattgefundene Hinderung eines Professors seinen Hörsaal zu betreten und seinen Hörsaal abzuhalten”.

Universität distanziert sich teilweise

Die Universität selbst distanzierte sich am Abend auf Twitter teilweise von den Vorfällen. Zwar seien „Protestaktionen […] Teil der Universitätskultur”. Allerdings dürften „Vermummung und Gewaltbereitschaft” dabei „niemals” vorkommen. Um eine „Eskalation zu verhindern”, habe der anwesende Sicherheitsdienst die Polizei verständigt, welche den Abbruch der Aktion veranlasste.

Dass die Aktionen zu einer Verhinderung der Lehrveranstaltung führten, damit hat man jedenfalls bei der Uni Wien keine Freude. Der Grundsatz „Die Wissenschaft und ihre Lehre ist frei” sei eine „Errungenschaft, der alle Universitätsangehörigen in besonderer Weise verpflichtet” seien. Man richte daher an alle einen „dringlichen Appell” für eine „freie und offene Gesellschaft einzutreten und zum respektvollen Miteinander beizutragen”.


Weiterlesen:

Uni Wien: Antifa ruft erneut zu Störaktion bei Höbelt-Vorlesung auf (4.1.2020)

Patrioten an die Unis: Der Kampf um die Köpfe ist endlich eröffnet! (Kolumne, 11.12.2019)

Nach Antifa-Protesten: Patriotische Studenten zeigen Solidarität mit Höbelt (11.12.2019)

Erneute Antifa-Störaktion bei Vorlesung von Höbelt (4.12.2019)

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3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    BodenKriecher

    15. Januar 2020 at 16:11

    Abbruch der Aktion” durch die Polizei, – jedoch ohne Identitätsfeststellung der Störer?!
    Der Staat hat offensichtlich gar kein Interesse daran, die öffentliche Ordnung wieder herzustellen.

  2. Avatar

    Heimatvertriebener

    15. Januar 2020 at 16:58

    Hätten Rechtsextreme so eine Schandtat begangen, würde es wohl auch in Deutschland über alle Kanäle flimmern. So ist wohl weiter mit Funkstille zu rechnen.

    Die Polizei scheint auch hier wieder mal vor linksextremer Gewalt kapituliert zu haben, ansonsten wäre die Veranstaltung wohl nicht abgebrochen worden. Personalien feststellen, Anzeige erstatten, Geldstrafe aufdrücken, im Wiedholungsfall raus aus dem Unibetrieb. Sofern das gar keine Studentenw waren, zusätzliche Anzeige wegen Hausfriedensbruch erstatten.

  3. Avatar

    Zickenschulze

    15. Januar 2020 at 17:43

    Wer bezahlt euch Linken denn für diesen Stunk?
    Nur weiter so. Der Wecker ist noch immer zu leise.
    Die Staatsgewalt kann euch nicht hören.

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Gesellschaft

Deutschland: Erntehelfer aus Osteuropa dürfen teilweise doch einreisen

Joshua Hahn

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Die Bundesregierung hat die Bestimmungen für die Saisonarbeit während der Corona-Krise zumindest teilweise gelockert.

Berlin. – Wie unter anderem „rbb24“ berichtet, haben sich Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und die Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) darauf verständigt, dass insgesamt 40.000 Osteuropäer zur Hilfe bei der Ernte einreisen dürfen – unter strengen Bedingungen. So dürfen diese nur arbeiten, wenn sie einer Gesundheitsprüfung einwilligen. Außerdem dürfen sie nur in Gruppen und per Flugzeug in die Bundesrepublik einreisen. Nach ihrer Ankunft müssen die Helfer für 14 Tage getrennt von anderen Gruppen arbeiten und werden weitestgehend isoliert.

Migranten mit Flüchtlingsstatus sollen ebenfalls helfen

Die Landesregierung in Baden-Württemberg hat außerdem beschlossen, dass in Deutschland lebende Migranten mit Flüchtlingsstatus ebenfalls bei der anstehenden Ernte helfen sollen, um den Mangel an Arbeitern zu kompensieren: „Wir wollen diese Flüchtlinge in Arbeit bringen – Arbeit dient der Integration“, erklärte Agrarminister Peter Hauk.

Der Verband Süddeutscher Spargel- und Erdbeeranbauer zeigte sich laut Bericht der „Welt“ ob dieser Forderung wenig begeistert. Da die genannte Gruppe sozialversicherungspflichtig sei, hätten die rumänischen Arbeiter klare Priorität. Sollten diese nicht ausreichen, könnten beispielsweise Studenten, Schüler und Hausfrauen aushelfen.

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Gesellschaft

Merkel: „Eine Pandemie kennt keine Feiertage“

Joshua Hahn

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Angesichts der aktuellen Situation hat die Bundesregierung beschlossen, die Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus bis nach Ostern zu verlängern. Die Bundeskanzlerin forderte außerdem die Bevölkerung dazu auf, auf Familienbesuche zu verzichten.

Berlin. – Laut Bericht der „Tagesschau“ gab Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nach einer Telefonkonferenz mit den Ministerpräsidenten der Länder bekannt, dass die Maßnahmen bis mindestens zum 19. April gültig seien. Insbesondere in Bezug auf die anstehenden Feiertage richtete die Kanzlerin den dringenden Appell an die Bürger, auf Familienbesuche zu verzichten: „Eine Pandemie kennt keine Feiertage“.

 „Weit entfernt“ von Zielen

Merkel zufolge sei man „weit davon entfernt“, die vorgesehenen Ziele bei der Bekämpfung des Coronavirus zu erreichen. Es sei nicht unwahrscheinlich, dass die Maßnahmen auch nach der aktuellen Frist fortbestehen müssten. Aktuell zumindest sei eine Lockerung der Maßnahmen „bei weitem“ nicht denkbar.

Laut Bericht der „Bild“ bestätigte auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) diese Tendenz und warnte vor „voreiligen Exit-Debatten“ – trotz dem teils positiven Trend in Deutschland. Bislang sind in Deutschland im Vergleich zu vielen anderen Ländern trotz teilweise hoher Zahlen von Erkrankten vergleichsweise wenige Patienten an Covid-19 verstorben.

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Gesellschaft

Grazer Volkskundemuseum sucht Objekte aus dem Corona-Alltag

Monika Šimić

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am

Das Volkskundemuseum möchte den aktuellen Umgang mit der Pandemie dokumentieren und die verschiedensten Objekte sammeln, die den Alltag in Zeiten von Corona sichtbar machen.

Graz. – Dass die Corona-Krise Auswirkungen auf alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens hat, merkt man schon an der von diesem Thema dominierten medialen Berichterstattung. Weil der Einfluss so groß ist, hat sich das Grazer Volkskundemuseum dazu entschlossen, seine Dauerausstellung neu zu konzipieren. Das Museum will nun Dokumente und Objekte sammeln, die den Alltag in Zeiten des Coronavirus sichtbar machen.

Notizen, Tagebücher, Fotos

Corona erfordert von uns allen neues Alltagshandeln und auch Strategien, mit dieser schwierigen und sich tagtäglich ändernden Situation zurechtzukommen. Das Volkskundemuseum möchte den aktuellen Umgang mit der Pandemie dokumentieren und sammelt deshalb Notizen und Objekte, die den Alltag in Zeiten von Corona sichtbar machen”, beschreibt Kuratiorin Birgit Johler den Aufruf. Es sei ein wichtiges Anliegen, auch Veränderungen und Einschnitte in die Gesellschaft zu dokumentieren, wie es auf der Website des Volkskundemuseums heißt. Gesucht werden daher die unterschiedlichsten Dinge, die den neuen Alltag der Menschen wiederspiegeln. Laut Beschreibung auf der Website fällt eine Aufmunterung für Mitbewohner ebenso darunter wie ein Zeichen nachbarschaftlicher Unterstützung, eine Dankesbekundung für geleistete Hilfe, ein Tagebuch oder Auszüge davon, ein Foto von getroffenen Schutzmaßnahmen in der Arbeit oder ein Familienvideo an die Großeltern.

Jeder kann mitmachen

Auch wenn das Museum seit 7. Jänner geschlossen hat, schlafen die für die neue Ausstellung Verantwortlichen nicht. Man baue bereits um und eröffne im Frühjar 2021, heißt es auf der Seite weiter. Themenbereiche der Ausstellung sollen zunehmender Wohlstand, steigender Konsum, Herkunft, Veränderungen in der Arbeitswelt, Mobilität und Migration (in die und aus der Steiermark), Umwelt, Gegenkultur und Gegentrends oder etwa „richtig wichtig ‚Steirisches” sein.

Wer dem Museum Objekte für die „Corona-Ausstellung” zur Verfügung stellen möchte, kann über ein Webformular Kontakt mit dem dafür zuständigen Mitarbeiter aufnehmen und dabei auch gleich Objektvorschläge einreichen. Hier geht’s zum Formular!

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