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Gesellschaft

Neues von rechts: Ernst Jünger, Anbruch & Podcast

Stefan Juritz

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am

Ernst Jünger wäre heute 125 Jahre alt geworden. Die erste Ausgabe des Anbruch-Magazins ist erschienen. Und es gibt nun einen rechten Podcast zur Corona-Krise.

Heute vor genau 125 Jahren wurde der deutsche Schriftsteller, Insektenkundler und Kriegsveteran Ernst Jünger in Heidelberg geboren. Am Online-Blog der konservativen Jungen Freiheit schreibt deshalb Ingo Langner über Ernst Jünger und  „Das Rätsel der Konversion”. Am Blog Sezession veröffentlichte Chefredakteur Götz Kubitschek einen „ungeschliffen[n] Text über eine Lesung in Sarajewo zum Tod Ernst Jüngers”: „Der Herr im Eigenen – Jünger zum 125. Geburtstag”

Wer gerne E‑Books liest, sollte jetzt übrigens auf Amazon zugreifen. Dort gibt es aktuell sämtliche Werke in 22 Bänden für 29,99 Euro.

Erste Ausgabe des Anbruch-Magazins erschienen

Passend zum 125. Jubiläum hat auch das Anbruch-Magazin in seiner ersten Ausgabe Ernst Jünger zum Paten des Heftes auserkoren. „Wir widmen ihm nicht nur einen ausführlichen Beitrag, der ihn als prototypischen Abenteuer beleuchtet, sondern zeigen auch seine anderen, weniger bekannten Seiten: Der Eros, die Kunst, der Waldgang und auch der Tod rücken in unserer Blickfeld.”

Die erste Ausgabe des Magazin kann hier bestellt werden: MAGAZIN #01 – Abenteuer

Thor Kunkel: „Wörterbuch der Lügenpresse”

Mittlerweile ist auch das neue Buch von Thor Kunkel erschienen. Es ist beim Kopp Verlag erschienen und trägt den Namen „Wörterbuch der Lügenpresse” und erklärt, „warum eine ideologisch manipulierte Sprache unser Denken blockiert – und was wir dagegen tun können”.

In der Verlagsbeschreibung heißt es: „Dieses Buch ist auch eine Einladung an alle, sich aktiv der Infantilisierung ihrer Sprache – und ihres Denkens – zu widersetzen und selbst zu Aktivisten zu werden. Es ist auch ein »Trainingslagerbuch« mit vielen Tipps aus der Praxis. Holen wir uns unsere Sprache zurück!”

Das Buch kann beispielsweise hier bestellt werden: „Thor Kunkel: Das Wörterbuch der Lügenpresse”

Podcast zur Corona-Krise

Das patriotische Bürgernetzwerk Ein Prozent, die Zeitschrift Sezession, der Verlag Antaios und das Magazin Freilich haben gemeinsam ein neues Podcast-Projekt namens „Lagebesprechung” ins Leben gerufen und informieren ab sofort über die Corona-Krise. „Dabei wollen wir breit aufgestellt sein: Wirtschaft, Gesundheit, Bürger- und Verbraucherrechte – wir informieren sachgerecht und mit verschiedenen, kompetenten Gästen”, heißt es am Freilich-Blog dazu. Die ersten beiden Folgen „Das Ende der Globalisierung?” und „Ausgangssperren – sinnvoll oder gefährlich?” sind bereits online. Man kann sie auf den Blogs von Ein Prozent und Freilich, aber auch auf Spotify, iTunes und anderen Portalen anhören.

Ebenfalls auf Podcasts setzt jetzt übrigens der oberösterreichische Wochenblick. Da aufgrund der aktuellen Corona-Krise das TV-Programm nicht mehr umgesetzt werden kann, gibt es nun von den Redakteuren kurze Podcasts als Ersatz. Hier: https://www.wochenblick.tv/kanal/podcast/

 „Jutta Ditfurth im Corona-Fieber”

Ebenfalls ganz im Zeichen der Corona-Krise steht die neue Folge Laut Gedacht:

Die AfD und ihr „Flügel”

Die parteiinterne Strömung in der AfD, „Der Flügel”, wird bis spätestens Ende April alle eigenen Aktivitäten einstellen. Das hatte zuvor der AfD-Bundesvorstand gefordert und wird nun offenbar auch umgesetzt. Die „Flügel”-Mitinitiatoren Björn Höcke und Andreas Kalbitz veröffentlichten am Dienstag eine gemeinsame Erklärung dazu. Die Tagesstimme veröffentlichte den Text ungekürzt: „AfD-‚Flügel’ gibt Ende der Aktivitäten bekannt”

Darin heißt es etwa deutlich: „Grundsätzlich kann nicht aufgelöst werden, was formal nicht existiert. Um die Einheit der Partei zu wahren und das Projekt einer politischen Alternative für Deutschland nicht zu gefährden, haben Björn Höcke und Andreas Kalbitz jedoch entschieden, diesem Wunsch nachzukommen. Wir fordern alle, die sich der Interessensgemeinschaft angehörig fühlen, auf, bis zum 30. April ihre Aktivitäten im Rahmen des Flügels einzustellen.”

Pro & Contra „Der Flügel”

Die Diskussion um den „Flügel” wurde auch auf der Tagesstimme geführt. Dazu ließ die Redaktion zwei Autoren mit zwei völlig unterschiedlichen Positionen zu Wort kommen.

Patrick Pana, stellvertretender Vorsitzender der Jungen Alternative Hessen, stellt sich demonstrativ hinter den „Flügel” und fordert einen solidarischen Umgang: „Es ist dem Flügel zu verdanken, dass die AfD noch eine Alternative ist”

Georg Pazderski, Berliner AfD-Fraktionschef, lässt hingegen kein gutes Haar am „Flügel”. Er kritisiert Rhetorik und Grenzüberschreitungen: „Ohne den Flügel wird die AfD erfolgreicher sein”

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Gesellschaft

Neues von rechts: Freilich, Bücher & Streit in der AfD

Stefan Juritz

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am

Die neunte Ausgabe des Freilich-Magazins ist erschienen. Am Büchermarkt tut sich auch einiges. Und der Streit in der AfD nimmt offenbar noch immer kein Ende.

In der vergangenen Woche wurde es bereits angekündigt: Mittlerweile ist die neunte Ausgabe des Freilich-Magazins bei den Abonnenten angekommen. Die Ausgabe trägt den Titel „Schöne neue Welt” und legt ihren Schwerpunkt auf „Black Lives Matter” und die Corona-Pandemie. Als Autoren oder Interviewpartner sind diesmal u.a. vertreten: Robert Willacker, Nils Wegner, Jonas Schick, Julian Schernthaner, Günter Scholdt, Werner Reichel, Konrad M. Weiß sowie Thor Kunkel und Michael Esders.

Hier kann man das Freilich-Magazin abonnieren: https://freilich-magazin.at/ausgaben/

Neuer Freilich-Buchladen

Neben dem Magazin gibt es aber weitere Neuigkeiten von Freilich: Ab sofort besitzt das Medienunternehmen, zu dem auch die Tagesstimme gehört, einen eigenen Online-Buchladen: „Neben patriotisch-freiheitlicher Literatur bieten wir jetzt das komplette deutsche Buchsortiment (ca. 660.000 Bücher) und liefern mit gleicher Geschwindigkeit wie der Konzernriese nach Deutschland, Österreich und ganz Europa.”

Hier geht es zum Freilich-Buchladen: https://freilich-medien.buchkatalog.at/

Benedikt Kaiser: Solidarischer Patriotismus

Demnächst erscheint beim Verlag Antaios das neue Buch „Solidarischer Patriotismus: Die soziale Frage von rechts” von Benedikt Kaiser.

Der Verlag schreibt zum Buch, das man bereits vorbestellen kann: „Die soziale Frage ist mit der nationalen Frage untrennbar verknüpft. Die politische Linke ahnt das, kann aber nicht mehr hinter ihren globalistischen Anspruch zurück. Die Rechte findet also Brachland vor. Kaiser nutzt den Freiraum und gibt in seinem Buch die erste umfassende Antwort von rechts auf die soziale Frage. Er fächert sie historisch auf, benennt Vordenker und vergessene Konzepte und verknüpft diese »liegengelassenen Fäden« mit der Gegenwart. Wem gehört unsere Solidarität? Ist die Last gerecht verteilt? Und wo steht die AfD in dieser Frage?”

Spenglers Geschichtsmorphologie heute

Im Manuscriptum-Verlag ist nun der Sammelband „Oswald Spenglers Geschichtsmorphologie heute” erschienen. Der vorliegende Band ist der dritte in der Schriftreihe des „Oswald Spengler Society”.

Inhalt:

David Engels: Von der Einsamkeit des Spenglerianers.
Frol Vladimirov: Ein Rückblick in die Zukunft. Zur soziologischen Relevanz von Oswald Spenglers Morphologie der Weltgeschichte.
Tom Zwitser: Oswald Spengler, die akademische Welt und das traditionelle familiäre Rollenbild. Eine kleine Soziologie.
Ben Brummer: Kultur als Konflikt. Überlegungen zur Psychogenese des Abendlandes.
Wätzold Plaum: Ebenen der Zyklik. Vorstellung eines geschichtsphilosophischen Zyklenmodells.
Richard McDonough: The Dark Side of Heidegger’s »Authenticity Philosophy«. A Spenglerian Model.
Rezensionen relevanter Spengler-Bücher von Marco Gallina, Gerd Morgenthaler, Sid Lukkassen, David Engels, Sebastian Fink, Dezső Csejtei, Samir Osmančević, Lutz M. Keppeler

Schwarz und Weiß. Eine preußische Geistesgeschichte

Ebenfalls bei Manuscriptum erschienen ist ein neues Buch über die preußische Geistesgeschichte. In seinem Buch „Schwarz und Weiß” porträtiert Andrew Stüve die vier preußischen Denker Helmuth Karl Bernhard von Moltke, Johann Gottlieb Fichte, Gebhard Leberecht von Blücher und Georg Wilhelm Friedrich Hegel.

Streit um Kalbitz geht weiter

Die Fronten in der AfD sind weiter verhärtet.  Der Thüringer AfD-Landesvorsitzende Björn Höcke warf der Parteiführung vor, mit dem Ausschluss des bisherigen Brandenburger Fraktionsvorsitzenden Andreas Kalbitz der Partei einen „schweren Schaden” zugefügt zu haben.

Nach der scharfen Kritik des Thüringer Landeschefs Björn Höcke schoss der Co-Parteivorsitzende Jörg Meuthen mit nicht minder intensiver Wortwahl zurück.

Gauland warnt vor „Zerfall” der AfD

Die ganzen öffentlichen Diskussionen führten nun dazu, dass  der AfD-Fraktionsvorsitzende Alexander Gauland vor einem „Zerfall” der Partei warnte. „Ich kann die Partei nicht zusammenhalten, wenn sie sich auf diese Weise auseinanderdividiert“, sagte der AfD-Ehrenvorsitzende im Interview mit der Welt am Sonntag.

Die gesamte Causa Kalbitz wird zum Teil extrem emotional geführt, sodass sich Parteikollegen sogar öffentlich beschimpfen:

AfD-Jugend säubert beschmierte Denkmäler

Die Junge Alternative Sachsen-Anhalt machte hingegen mit einer positiven Aktion auf sich aufmerksam:

DO5-Zone in Salzburg

Am vergangenen Wochenende fand in Salzburg eine Informationsveranstaltung der patriotischen Bürgergruppe Die Österreicher (DO5) statt. Roman Möseneder berichtet in einem YouTube-Video über die Aktion:


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Gesellschaft

Sachsen-Anhalt: AfD-Jugend säubert beschmierte Denkmäler

Stefan Juritz

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Die Junge Alternative Sachsen-Anhalt reagiert damit auf  die permanenten Denkmal-Beschmierungen durch Antifa und „Black Lives Matter”-Aktivisten.

Magdeburg. – Im Zuge der „Black Lives Matter”-Proteste kommt es mittlerweile auch in Deutschland zu zahlreichen Angriffen und Schmierereien auf historische Denkmäler. Allein in den vergangenen Wochen wurden Bismarck-Denkmäler in Berlin, Hamburg und Gießen beschmiert oder mit Farbbeuteln beworfen. Das Nationaldenkmal am Großen Stern in Berlin wurde auch noch mit der Parole „Decolonize Berlin” versehen. Außerdem beschmierten bisher unbekannte Täter am Zietenplatz mehrere Statuen preußischer Generäle. Des Weiteren traf es in Münster das Train-Denkmal, in Ehingen und Bad Kösen ein Gefallenendenkmal sowie in Köln die Statue von Kaiser Wilhelm II. Alle Fälle sind auf der Dokumentationsstelle www.linke-gewalt.info festgehalten.

JA reinigt Kriegerdenkmal in Magdeburg

Auch in Magdeburg wurde ein Kriegerdenkmal, das an die Gefallenen des Preußisch-Österreichischen Krieges und des Deutsch-Französischen Krieges erinnert, verunstaltet.

Die Junge Alternative Sachsen-Anhalt startete nun kurzerhand eine Reinigungsaktion und veröffentlichte Fotos davon. „Wir stehen zu unserer Heimat und unserer deutschen Geschichte! Aus diesem Grund säubern wir die Denkmäler in unserer Umgebung von der inhaltslosen Schmiererei der kulturlosen Linken”, erklärte die AfD-Jugend in den sozialen Netzwerken.


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Panoramagate”: Don Alphonso legt sich mit NDR und Antifa an

Stefan Juritz

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Die Sendung „Panoroma” wollte einen „Rechtsextremismus”-Fall in der Bundeswehr konstruieren. Nun fällt der Skandal immer mehr auf sie selbst zurück.

Der Hintergrund ist eigentlich schnell erzählt: Das öffentlich-rechtliche Fernsehen („Das Erste”) veröffentlichte vor einigen Tagen einen Beitrag, in welchem einem Bundeswehr-Mitarbeiter vorgeworfen wird, er sympathisiere mit „Rechtradikalem”. Konkret ging es dabei um Oberstleutnant Marcel Bohnert, der bisher für den Social-Media-Auftritt der Bundeswehr zuständig war. Der Vorwurf: Er sei mit einem Anhänger der Identitären Bewegung auf Instagram „vernetzt” gewesen – „folgte” ihm also – und habe dort drei Bilder mit „Gefällt mir” markiert. Beispielsweise hinterließ der Bundeswehr-Soldat ein „Like” an einem Beitrag, in dem auch der Hashtag „Defend Europe” (eine zentrale Parole der Identitären) vorkam. In einem anderen Fall waren auf dem Bild Bücher des rechtsintellektuellen Verlags Antaios zu sehen.

Kurz nach Erscheinen des ersten Berichts legte der NDR noch mit einem weiteren Beitrag nach und verwies darauf, dass Bohnert 2015 sein Buch „Der einsame Kämpfer” am Haus der Münchner Burschenschaft Cimbria vorgestellt hatte. Ein Jahr zuvor war er als Redner des Studienzentrums Weikersheim geladen, wo er laut Programm zum Thema „Die Bundeswehr in Afghanistan” referierte.

Unvollständige Recherche

Was „Panorama” allerdings mit keinem Wort erwähnt: Gerade der gescholtene Bohnert setzt sich für mehr „Diversität” und gegen Rassismus in der Bundeswehr ein, worauf einige Twitter-Nutzer aufmerksam machten.

Bohnert distanzierte sich – vergeblich

Doch der Schaden war natürlich trotzdem angerichtet und die Bundeswehr teilte auf „Panorama”-Anfrage mit, man werde die Vorwürfe „umgehend und sorgfältig prüfen”. Die Verteidigungsministerin verfolge nämlich eine „absolute Null-Toleranz-Linie, insbesondere was rechte Tendenzen angeht”, wie es aus dem Ministerium weiters hieß.

Bohnert halfen auch keine nachträglichen Distanzierungen „von der ‚Identitären Bewegung’ und allen Rechtsradikalen”, wie er gegenüber der Bild-Zeitung beteuerte. Er habe „mit diesen Menschen und diesem Gedankengut nichts zu tun” und stehe „selbstverständlich” hinter der Verfassung.

Die „Gefällt mir”-Angaben seien hingegen ein Fehler gewesen. „Ich war nicht aufmerksam genug, habe darauf vertraut, dass das, was mir aus meiner Community reingespielt wird, schon in Ordnung ist. Das war naiv. Und es tut mir leid”, erklärte der Offizier.

Johannes Boie: „Kein seriöser Journalismus”

Die Berichterstattung brachte vor allem in den sozialen Netzwerken eine äußert kontroverse Debatte hervor. Viele Kritiker warfen „Panorama” versuchten Rufmord vor und kritisierten die Methoden der NDR-Journalisten. „Es ist kein seriöser Journalismus, jemanden wegen einzelner ‚Likes’ oder vereinzelter Verbindungen im Internet zu verurteilen. Wer hier mitmacht, bekämpft die Freiheit der Gedanken und fördert ein System gleichdenkender Langweiler”, kommentierte etwa Johannes Boie, Chefredakteur der Welt am Sonntag, den Fall.

Natascha Strobl & der linke Rand

Für besonders hitzige Diskussionen sorgte dabei der Umstand, dass der öffentlich-rechtliche Sender ausgerechnet die weit links stehende Politologin Natascha Strobl aus Wien als Expertin befragte.

Strobl war früher führende Aktivistin der „Offensive gegen Rechts” und organisierte Proteste gegen den Wiener Akademikerball, an denen auch große Teile der extremen Linken teilnahmen. Dass sie auch sonst keinerlei Berührungsängste zum linken Rand hat, zeigt eine Recherche des Welt-Kolumnisten Don Alphonso. Demnach wurde Strobl in der Vergangenheit von mehreren linksextremen Gruppen eingeladen, ihr Buch über die Identitäre Bewegung zu präsentieren: etwa bei der Autonomen Antifa-Koordination Kiel, „einem Zusammenschluss antifaschistisch aktiver Gruppen, Zusammenhänge und Einzelpersonen aus der autonomen radikalen Linken in Kiel”, wie es in der Eigenbezeichnung heißt. Nach Angaben des linken Tagesschau-Journalisten Patrick Gensing sei Strobl jedoch laut eigener Aussage dort nicht aufgetreten. Weitere Veranstaltungen mit der „Rechtsextremismus-Expertin” – die Strobl im Gegensatz zu ersteren auch nicht bestreitet – wurden von der Interventionistischen Linken Aschaffenburg und der Antifaschistischen Initiative Heidelberg (AIHD) organisiert.

Bezüglich Bohnerts anfangs erwähnten Auftritt beim Studienzentrum Weikersheim sagte die Politologin übrigens: „Man kann nicht Vorträge halten, ohne sich darüber zu informieren, bei wem man sie hält.”

Darüberhinaus verfasste Strobl Gastbeiträge für die linksextreme Jungle World und die trotzkistische Gruppe Marx21, die vom bayrischen Verfassungsschutz als „offen extremistische Vereinigung” eingestuft wird.

Drohungen und Beleidigungen

Don Alphonso zog in seinem Artikel für die Welt schließlich ein äußerst negatives Fazit zur „Panorama”-Berichterstattung: „Das Outing des Opfers im Netz, und eine angebliche ‚Expertin’, die mehrfach bei vom Verfassungsschutz überwachten, linksextremen Gruppen auftrat: Bei der Sendung ‚Panorama’ haben offensichtlich die Sicherungen versagt.”

Für seinen Artikel erhält der Kolumnist seitdem allerdings zahlreiche Beleidigungen und Drohungen aus der linken Szene.

Mit inakzeptablen Drohungen und Beleidigungen muss sich derzeit aber auch die Politologin Strobl herumschlagen. Auf Twitter veröffentlichte sie mehrere Nachrichten, die sie im Zuge der Debatte erhalten hat. „Angestachelt erneut von einem hochdotierten Kolumnisten der Welt, der eine völlig zügellose Vendetta gegen mich fährt, weil ich mich nicht an das Skript halte und von ihm eingeschüchtert bin”, schrieb Strobl in Hinblick auf den Kolumnisten Don Alphonso. Zudem beklagte sie eine angebliche „rechte ‚Cancel’-Kultur”, die auf „wirtschaftliche Existenzzerstörung” abziele.


Weiterlesen:

Panoramagate & Co.: Die linke Jagdgesellschaft bläst zum Angriff (27.07.2020)


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