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Österreich

Geschäfte öffnen am Dienstag unter strengen Auflagen

Laut Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) habe man die erste Phase der Corona-Krise in Österreich „gut bestanden“. Nun folge die zweite Etappe.

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<p>Bild: Das Tragen von Schutzmasken in öffentlichen Verkehrsmitteln und öffentlichen geschlossenen Räumen gilt in Österreich weiterhin / Bild: Die Tagesstimme</p>

Bild: Das Tragen von Schutzmasken in öffentlichen Verkehrsmitteln und öffentlichen geschlossenen Räumen gilt in Österreich weiterhin / Bild: Die Tagesstimme

Wien. – In Österreich waren wegen der Corona-Krise die meisten Geschäfte seit Mitte März geschlossen. Bisher durften nur Supermärkte, Apotheken, Drogerien, Tierbedarfsläden sowie Banken, Post, Reinigungsunternehmen und Tankstellen offen halten. Aufgrund einer ersten Lockerung dürfen am Dienstag nun weitere Geschäfte wieder öffnen. Allerdings wird es auch neue Auflagen geben.

Strafen bei Nichteinhaltung

Laut der Verordnung von Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) kommen am Dienstag also Kfz- und Fahrradwerkstätten, Tankstellen-Waschstraßen, Baustoff-, Eisen- und Holzhandel, Pfandleihanstalten und Handel mit Edelmetallen, Bau- und Gartenmärkte (unabhängig von der Größe) sowie kleinere Händler – vom Optiker über den Handyshop bis zum Bekleidungs- und Schuhgeschäft – mit einem Kundenbereich unter 400 Quadratmetern hinzu. Die Öffnungszeiten sind dabei auf 7.40 Uhr bis 19.00 Uhr beschränkt. Wie bisher gilt der gewohnte Mindestabstand von einem Meter. Geschäfte bis 400 Quadratmeter, die jetzt aufmachen dürfen, müssen sicherstellen, dass sich pro 20 Quadratmeter nur ein Kunde aufhält. Sollten Händler zu viele Kunden hineinlassen, müssen sie bis zu 3.600 Euro Strafe bezahlen.

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Der Mindestabstand von einem Meter muss weiterhin eingehalten werden / Bild: Die Tagesstimme

Beim Einkauf herrscht zudem generelle Maskenpflicht. Bisher galt das nur beim Einkaufen in Supermärkten, ab Dienstag gilt das in allen Geschäften für Verkäufer und Kunden. Allerdings müssen die Geschäfte keine Schutzmasken zur Verfügung stellen, wie der ORF berichtet. Alternativ kann auch ein Schal oder eine andere „Barriere gegen Tröpfcheninfektion“ über Mund und Nase gezogen werden.

Maskenpflicht auch in „Öffis“

Neu hinzu kommt, dass ab Dienstag nach Ostern auch Fahrgäste in öffentlichen Verkehrsmitteln und Insassen von Taxis sowie bei Fahrdienstvermittlern wie Uber Mund und Nase mit Maske oder Schal bedecken müssen. In Bahnhöfen und „Öffi“-Stationen ist zudem ein Abstand von mindestens einem Meter von anderen Fahrgästen einzuhalten. Seit Samstag darf die Polizei außerdem Kontrollen bei den öffentlichen Verkehrsmitteln und Geschäften durchführen und mit Organstrafverfügung Geldstrafen einheiben. Wer sich nicht an die Maskenpflicht hält, dem droht eine Strafe von 25 Euro.

Wegen der teilweisen Öffnung der Geschäfte ändern sich etwa in Graz auch die „Öffi“-Fahrpläne wieder. Diese werden an die aktuelle Situation angepasst, weshalb die Busse und Straßenbahnen ab Dienstag wieder in einem kürzeren Takt fahren.

Neuer Öffi-Takt bei den Graz Linien ab 14. April❗️Liebe Fahrgäste, ab Dienstag passen die Graz Linien die Fahrpläne an…

Gepostet von Holding Graz am Sonntag, 12. April 2020

„Erste Phase gut bestanden“

Mit dem Beginn des stufenweisen Hochfahrens des Handels am Dienstag starte nun die zweite Etappe im Kampf gegen das Coronavirus, sagte Anschober am Montag. Er rief dazu auf, die erste Teilöffnung „maßvoll und verantwortungsvoll“ zu begehen. Es handle sich um eine „entscheidende Phase“, die erst zeigen werde, ob die schrittweise Öffnung fortgesetzt werden kann. „Wir haben die erste Phase der Corona-Krise gut bestanden und unser Ziel der Abflachung der hohen Steigerungszahlen an Neuerkrankungen durch die richtigen Maßnahmen zum richtigen Zeitpunkt und eines großartigen Engagements der Bevölkerung gut erreicht.“ Die am Dienstag beginnende zweite Etappe werde jedoch deutlich schwieriger werden, so Anschober. Man müsse trotz schrittweiser Öffnung die Zahl der Neuerkrankungen auf geringem Niveau halten. Wer nicht unbedingt einkaufen muss, solle noch ein paar Tage zuwarten, um zu große Menschenansammlungen zu vermeiden, ganz besonders Ältere, so Anschobers Bitte.

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