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Welt

BLM”-Demonstranten reißen Statue von Sklavereigegner nieder

Monika Šimić

Veröffentlicht

am

In den USA finden weiterhin „Black Lives Matter”-Proteste statt, bei denen es auch regelmäßig zu Vandalismusakten kommt. In Madison haben Demonstranten eine die Statue eines Sklavereigegners niedergerissen.

Madison (Wisconsin, USA). – Im Zuge der „Black Lives Matter”-Proteste, die durch die Festnahme eines schwarzen Aktivisten erneut angeheizt wurden, kam es in der US-Stadt Madison am Dienstag zu Angriffen auf Denkmäler, Gebäude und auch zu einem körperlichen Übergriff auf einen 60-jährigen Senator.

Senator körperlich attackiert

Tim Carpenter, der für die US-Demokraten im Senat von Wisconsin sitzt, erklärte gegenüber dem Milwaukee Journal, dass er am späten Nachmittag am Weg zur Arbeit ins Kapitol war, als er kurz anhielt, um ein Foto von der Demonstration zu machen. „Ich weiß nicht, was passiert ist … ich habe nur angehalten und ein Foto gemacht … und in der nächsten Sekunde bekam ich fünf, sechs Schläge und einen Tritt gegen den Kopf”, erklärt der Politiker. In einer Mittelung an die Washington Post erklärte er, dass er möglicherweise eine Gehirnerschütterung und eine gebrochene Nase sowie Verletzungen im Gesicht, Brust- und Rückenbereich davongetragen habe. „Das muss aufhören, bevor noch jemand getötet wird”, schrieb Carpenter weiter. Das Traurige sei, dass er als homosexueller Demokrat auf der Seite der Demonstranten stehe und für friedlichen Protest sei.

Vonseiten der Demonstranten hieß es hingegen, der Politiker habe sie „provoziert”. Auf einem Foto, das auch auf Twitter veröffentlicht wurde, ist der Politiker bei einem Gespräch mit mindestens zwei Personen zu sehen. Es ist unklar, worum es dabei ging, bevor die Situation eskalierte.

Lance Veeser, Reporter des lokalen Nachrichtensenders WKOW, der bei den Protesten live vor Ort war, teilte später ein Bild auf seinem Twitter-Account, das den Politiker Tom Carpenter auf dem Boden liegend zeigt.

Grund für die erneuten Proteste war die Festnahme eines Schwarzen, der ein Restaurant mit einem Megaphon und einem Baseballschläger betreten hatte. In einem Video, das im Internet kursiert, ist zu sehen, wie sich der 28-jährige Devonere J. gegen die Festnahme wehrt.

Gepostet von Alan Robinson am Dienstag, 23. Juni 2020

Statue eines Sklavereigegners niedergerissen

Bei den Protesten, die am frühen Dienstagnachmittag begonnen hatten und sich im weiteren Verlauf intensivierten, waren auch Gebäude und Denkmäler Ziel von Angriffen durch Demonstranten. So wurden mehrere Fenster von öffentlichen Gebäuden in der Nähe des Kapitols eingeschlagen und zwei Statuen niedergerissen. Darunter auch eine von Oberst Hans Christian Heg, einem norwegischen Einwanderer und Gegner der Sklaverei, der während des Bürgerkriegs für die Nordstaaten gekämpft hatte und im Gefecht gefallen war. Nachdem Demonstranten Hegs Statue niedergerissen hatten, schlugen sie ihr den Kopf ab und warfen sie anschließend in den nahegelegenen See, wie WKOW berichtet.

Zudem wurde der Sockel, auf dem die Statue stand, mit der Parole „Black is beautiful” („Schwarz ist schön”) beschmiert.


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Welt

Bewaffnete schwarze NFAC-Miliz marschiert in Georgia auf

Stefan Juritz

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am

Die schwarze NFAC-Miliz demonstrierte am US-Unabhängigkeitstag gegen das Südstaaten-Denkmal in Stone Mountain. Ein Anführer forderte ein Gebiet für den Aufbau einer eigenen schwarzen Nation.

Atlanta (Georgia). – Am vergangenen Samstag ist eine schwer bewaffnete schwarze Miliz in Stone Mountain, einem Vorort von Atlanta, aufmarschiert, um gegen das dortige Konföderierten-Denkmal zu demonstrieren. In den sozialen Medien wurden mehrere Videos veröffentlicht, die den Aufmarsch der Miliz, die als „Not Fucking Around Coalition” (NFAC) bekannt ist, zeigen. Zu sehen sind darin zahlreiche bewaffnete Männer und Frauen in schwarzer paramilitärischer Kleidung, wie sie eine Straße entlang marschieren. Die Demonstration wurde von der Polizei begleitet, es kam zu keinen Zwischenfällen.

Demonstration gegen Südstaaten-Denkmal

Ein Video zeigt weiters den Anführer der Miliz, wie er über Lautsprecher eine Ansage an weiße Nationalisten macht und zur Konfrontation herausfordert: „Ich sehe keine weiße Miliz”, betonte er. „Wir sind hier. Wo zum Teufel seid ihr? Wir sind in eurem Haus. Los geht’s!”

In Stone Mountain befindet sich ein riesiges Denkmal für die Konföderation des amerikanischen Bürgerkriegs. Das Relief an der Nordseite des Felsens zeigt den ehemaligen Südstaaten-Präsident Jefferson Davis und die Generäle Thomas Jackson und Robert E. Lee. Aus diesem Grund, und weil auch der Ku-Klux-Klan (KKK) dort immer wieder Versammlungen abhielt, steht das Denkmal bereits seit längerer Zeit in der Kritik. Im Zuge der landesweiten „Black Lives Matter”-Proteste wurden die Rufe nach Entfernung des Denkmals wieder lauter.

„We’ll take Texas”

In einem weiteren Video klärt der Anführer der schwarzen Nationalisten, der sich „Grand Master Jay” nennt, über die Ziele der Miliz auf: Von der Regierung verlangt er u.a. ein eigenes Gebiet in den USA, um eine eigene schwarze Nation gründen zu können.

Weitere Videos zur Demonstration der schwarzen NFAC-Miliz:


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Black Lives Matter”-Aktivisten reißen Kolumbus-Statue nieder

Stefan Juritz

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Der Bildersturm in den USA scheint kein Ende zu nehmen. Am US-Unabhängigkeitstag wurde die Statue des berühmten Entdeckers Christoph Kolumbus gestürzt.

Baltimore. – „Black Lives Matter”-Demonstranten haben am Samstagabend in der US-Stadt Baltimore (Maryland) eine Kolumbus-Statue niedergerissen und anschließend im Hafen versenkt. Die Statue war 1984 von US-Präsident Ronald Reagan als Denkmal für die Bewohner der italoamerikanischen Community eingeweiht worden.

US-Präsident Donald Trump kritisierte am Feiertag erneut die „Black Lives Matter”-Demonstranten. Man werde niemals zulassen, dass ein wütender Mob die Statuen niederreiße oder die Geschichte des Landes auslösche, sagte er laut „Deutschlandfunk”-Bericht.

Zerstörungen in den USA

Bereits zuvor hatten Demonstranten in den USA Statuen beschmiert oder zerstört. In Richmond etwa wurde ebenfalls eine Kolumbus-Statue niedergerissen, besprüht, in Brand gesetzt und anschließend ins Wasser geworfen. Außerdem soll ein Fotograf des Nachrichtensenders CNN angegriffen worden sein.


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Der Indianer soll weg: Konzerne setzen Redskins unter Druck

Stefan Juritz

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Das US-Footballteam Washington Redskins soll Name und Logo ändern. Sponsoren erhöhen dazu den Druck.

In den USA setzt sich die Rassismus-Debatte im Zuge der „Black Lives Matter”-Proteste auch im Sport fort. Speziell geht es um angeblich diskriminierende Logos und Namen von Sportmannschaften mit Indianer-Bezug. Dazu gehört etwa das Footballteam der Washington Redskins. Bereits seit Jahrzehnten fordern Vertreter der amerikanischen Ureinwohner eine Namensänderung und ein neues Logo.

Doch bisher hatte sich die Mannschaft stets geweigert, Änderungen vorzunehmen. Klubbesitzer Dan Snyder betonte immer wieder, dass der Name in Wirklichkeit „Ehre” und „Respekt” bedeute und man positiven Bezug auf die Ureinwohner nehme. Außerdem sagte er vor mehreren Jahren noch: „Wir werden das Team niemals umbenennen. So einfach ist das. Dafür können Sie Großbuchstaben benutzen: NIEMALS.”

Nike, FedEx & Co fordern Änderung

Das könnte sich nun rasch ändern. Denn jetzt kommt der Druck von Großunternehmen. Beispielsweise nahm der Sportartikelhersteller Nike, offizieller Ausrüster der National Football League (NFL), alle Fanartikel der Redskins aus seinem Onlineshop. Und auch das Logitikunternehmen FedEx, das die Namensrechte am Heimstadion besitzt, erklärte öffentlich: „Wir haben dem Team unseren Wunsch mitgeteilt, dass es den Namen ändern möge.”

Laut Bericht von ESPN seien Nike, FedEx und PepsiCo von Investoren dazu gedrängt worden, die Redskins erst wieder nach der geforderten Namensänderung zu unterstützen.

Redskins prüfen Namensänderung

Der Druck zeigte offenbar Wirkung: Noch am Freitag teilten die Washington Redskins auf Twitter mit, eine Namensänderung intern zu diskutieren.


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