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Gesellschaft

Mehrere Anzeigen: Tumulte zwischen Kurden und Türken in Wien

Stefan Juritz

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Auseinandersetzungen zwischen Kurden und Türken sorgten für einen Großeinsatz der Polizei. Es gab mehrere Anzeigen und auch zwei vorläufige Festnahmen.

Wien. – Am Mittwochnachmittag ist es im Zuge einer Protestkundgebung der kurdischen Frauenplattform, die auch von Antifa-Aktivisten unterstützt wurde, zu handfesten Auseinandersetzungen mit türkischen Nationalisten („Graue Wölfe“) gekommen. Die Polizei sprach in einer Aussendung von einer „aufgeheizten und aggressiven“ Stimmung vor Ort. Einige der türkischen Störer wurden wegen Anstandsverletzung, aggressiven Verhaltens und Verstoßes gegen das Symbole-Gesetz angezeigt.

Raufhandel und vorläufige Festnahmen

Die Versammlungen hätten sich danach zunächst aufgelöst, beide Gruppierungen seien aber wenig später am Wielandplatz erneut in eine „tumultartige Auseinandersetzung“ geraten, berichtet die Polizei. Die kurdischen und linken Demonstranten seien daraufhin in ein Vereinslokal im Ernst-Kirchweger-Haus (EKH) geflohen. Das EKH ist seit 1990 besetzt und beherbergt auch einschlägig linksextremen Gruppen und Organisationen. Vor dem Haus hätten sich dann einige Dutzend türkischstämmige Personen formiert, woraufhin die Polizei versucht habe, beide Gruppierungen auf Abstand zu halten. Als Türken schließlich versuchten, in das EKH zu gelangen, wurde eine Person deshalb festgenommen.

Eine weitere vorläufige Festnahme gab es wegen einer Drohung mit einem Messer, die bei einem Raufhandel zuvor ausgesprochen worden sein soll. In diesem Fall handelte es sich nach Polizeiangaben allerdings um einen Kurden.

Polizei: Keine „Massenschlägerei“

In der Folge wurden verschiedene Polizeieinheiten aus dem gesamten Stadtgebiet zusammengezogen. Die Beamten sperrten den betroffenen Bereich für den Verkehr und trennten die kurdischen und türkischen Gruppierungen. Die beiden Gruppen lösten sich schließlich langsam auf, der Polizeieinsatz wurde gegen Mitternacht beendet. Eine „Massenschlägerei“, wie von verschiedenen Medien kolportiert, habe es laut Polizeiaussendung nicht gegeben. Dies habe man durch Polizeiintervention verhindern können. Es steht jedoch die Behauptung einer versuchten Körperverletzung im Raum, die im Zuge des Raufhandels entstanden sein soll. Laut Bericht von oe24 gab es mindestens eine Person, die mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus gebracht wurde.

Grüne verurteilen Angriff

Die Wiener Grünen verurteilten am Donnerstag die Übergriffe auf die Kurden-Kundgebung. „Der Angriff auf die Kundgebung der kurdischen Frauenplattform zeigt einmal mehr den tief verwurzelten Frauenhass rechtsextremer Gruppen, wie es die Grauen Wölfe sind“, kommentierte Grünen-Frauensprecherin Meri Disoski. Auch Sicherheitssprecher Georg Bürstmayr erklärte, gewalttätige Übergriffe auf Teilnehmer einer Kundgebung dürfe es in einer Demokratie nicht geben. „Aufgabe der Politik und der Exekutive ist es, die Versammlungsfreiheit und damit auch die Sicherheit der Teilnehmenden zu schützen“, betonte der Nationalratsabgeordnete.

FPÖ-Nepp fordert Abschiebungen

Die FPÖ wiederum warnte vor wachsenden Problemen mit „nicht integrierbaren Migranten-Gruppierungen“. Diese sich ausbreitenden Parallelgesellschaften und die „importierte Gewalt“ seien „Auswüchse“ der „unkontrollierten rot-grünen Willkommenskultur“.

„“Es ist längst genug! Aber anstatt diese Gewalttäter abzuschieben, bekommen sie in Wien weiter alles, was man zum Bleiben braucht, von Rot und Grün nachgetragen“, kritisierte Vizebürgermeister Dominik Nepp in einer Aussendung.


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1 Comment

1 Comment

  1. Avatar

    Gerda

    27. Juni 2020 at 16:16

    Diese unterschiedlichen Mobs sollten ausgewiesen werden.
    Der Islam gehört nicht zu unserem Land.
    Elemente wie Feuer und Wasser passen nicht zusammen.
    Die Multikulti-Gesellschaft ist bereits seit Jahrzehnten gescheitert.
    Wann bekommen Politiker das in ihre Köpfe ?
    Macht hinne, denn in spätestens 10 Jahren ist unser Land islamisiert und wir werden Fremde im eigenen Land und auf das Wohlwollen von Muslimen angewiesen sein.

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