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Kabarettistin Lisa Eckhart von Literaturfestival ausgeladen

Die Veranstalter haben massive Sicherheitsbedenken – sie befürchten gewalttätige Proteste aus der linken Szene. 

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<p><a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:2017_Lisa_Eckhart_(36823609710).jpg" title="via Wikimedia Commons">troebinger</a> / <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0">CC BY</a> [Bild zugeschnitten]</p>

troebinger / CC BY [Bild zugeschnitten]

Hamburg. – Mit ihrem provokanten, zynischen und politisch unkorrekten Humor zählt die österreichische Kabarettistin Lisa Eckhart aktuell zu den umstrittensten Künstlern der Szene. Vor allem linke Kritiker werfen ihr vor, in ihren Stücken rassistische und antisemitische Klischees zu bedienen. Jetzt wurde die gebürtige Steirerin sogar vom „Harbour Front Literaturfestival“ in Hamburg ausgeladen – aus Sicherheitsbedenken. Das geht aus aus internen Mails hervor, die dem Spiegel und der Welt vorliegen.

Mail-Verkehr: „Sach- und Personenschaden wahrscheinlich“

Eigentlich hätte Eckhart am 14. September im Rahmen des Festivals eine Lesung im „Nochtspeicher“ halten sollen. Doch den internen Mails zufolge sieht sich der Klub außerstande, die „Sicherheit der Besucher und der Künstlerin“ zu gewährleisten. „Es ist unseres Erachtens sinnlos, eine Veranstaltung anzusetzen, bei der klar ist, dass sie gesprengt werden wird, und sogar Sach- und Personenschäden wahrscheinlich sind“, zitiert der Spiegel aus dem Mail-Verkehr. Man habe aus der Nachbarschaft – „im bekanntlich höchst linken Viertel“ – gehört, „dass sich der Protest schon formiert“.

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Laut Spiegel-Bericht sei die Festivalleitung daraufhin mit der „Bitte“ an Eckhart herangetreten, freiwillig auf eine Teilnahme zu verzichten. Dies habe die Kabarettistin jedoch abgelehnt.

Dieter Nuhr wegen Absage „fassungslos“

Kritik an der Absage kam kurz darauf vom deutschen Kabarettisten Dieter Nuhr. „Was für ein Skandal! Der Protestmob auf der Straße entscheidet also darüber, wer hier bei uns seine Kunst ausüben darf“, schrieb er auf Facebook. Man müsse nun „endlich“ darüber diskutieren, was Freiheit der Rede heute noch bedeute. „Wer Lisa Eckart Antisemitismus vorwirft, muss entweder geistesgestört sein oder böswillig. Ich fürchte, bei einigen ist es eine Mischung aus beidem“, so Nuhr.

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