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Zensur

Patriotisches PC-Spiel auf Steam kommentarlos gelöscht

Noch bevor es auf der wichtigsten Online-Vertriebsplattform Steam überhaupt publiziert werden konnte, löschten die Verantwortlichen nun „Heimat Defender: Rebellion“ und das Konto des Bürgernetzwerks Ein Prozent.

3 Minuten Lesezeit
<p>Bild: Screenshot <a href="https://www.youtube.com/watch?v=_rm-1T5KPb8">Youtube</a></p>

Bild: Screenshot Youtube

Bellevue/Dresden. – Das erste patriotische Computerspiel schlug ein wie eine Bombe und wurde in der ersten Woche über 23.000-mal heruntergeladen. Das 2D-Jump’n’Run von Kvltgames, für das maßgeblich der Linzer Spiele-Entwickler Roland Moritz (u.a. „Atomic Butcher: Homo Metabolicus“) verantwortlich zeichnet und für das Ein Prozent die finanziellen Mittel zur Entwicklung bereitstellte, begeisterte im rechten Lager zudem die Kritiker. Von Anfang an war es dem linken Mainstream aber ein Dorn im Auge.

Steam verschiebt zuerst Veröffentlichung – und löscht dann

Als bekannt wurde, dass das Spiel auch auf Steam veröffentlicht werden sollte, liefen einschlägige Akteure bereits Sturm und versuchten die Betreiber zu einer (verbotenen) Vorabzensur zu drängen. Die Plattform schien auf den Versuch vorerst nicht einzugehen und dem geplanten Start am 18. September schien nichts mehr im Weg zu stehen. Plötzlich verlangte man dann aber ein amtliches Alterszertifikat im Wert von mehreren tausend Euro und der Steam-Release wurde auf unbestimmte Zeit verschoben.

Offenbar zählte für Steam die Parole „aufgeschoben ist nicht aufgehoben“ aber wenig. Denn – offenbar ohne vorherige Vorwarnung – war jeder Hinweis auf das Spiel sowie auf Ein Prozent auf der Plattform ab Dienstagabend nicht mehr abrufbar. Begründung wurde den Betroffenen laut eigenen Angaben keine gegeben. Was aber bereits klar ist: Mit der Löschung betritt man dort wohl auch Neuland.

Erste Spiel-Zensur aus politischen Gründen?

Denn bislang war Steam nicht dafür bekannt, Spiele zu löschen – auch nicht, wenn diese einen politischen Inhalt hatte. Das – übrigens kostenpflichtige – linksextreme Spiel „Tonight We Riot“, bei dem der Spieler mit einer bewaffneten Antifa-Truppe für eine kommunistische Revolution kämpft, ist wie selbstverständlich noch auf der Plattform verfügbar.

Die patriotische Spieleschmiede äußerte sich auf Twitter über die Löschung. Außerdem monierte man dort, dass die Reaktion auf Satire und Humor wohl Zensur sei.

Ein Prozent ruft zu Mundpropaganda und Beschwerde auf

Auch Ein Prozent äußerte sich auf Telegram zur Löschung und bekundete sein Unverständnis darüber. Dies sei geschehen obwohl „Heimat Defender: Rebellion“ frei sei von „expliziter Gewalt, Pornographie und sonstigen anstößigen Inhalten, die Steam meist auf seiner Plattform zulässt“. Man freue sich aber, dass das Projekt auch ohne die US-Plattform bereits ein Erfolg sei.

Später erklärte das Bürgernetzwerk in sozialen Medien, wie man das Spiel dennoch unterstützen könne. Neben dem Download auf www.heimat-defender.de und der Empfehlung an Freunde und Bekannte per Mundpropaganda möge man sich bei Steam über die Löschung beschweren. Außerdem könne man auf Twitter unter dem Hashtag #HeimatDefender seinen Unmut über die Zensur bekunden.


Weiterlesen:

Heimat Defender: Das patriotische PC-Spiel im Test (16.09.2020)

Patriotisches Computerspiel „Heimat Defender: Rebellion“ vorgestellt (05.09.2020)

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