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Gesellschaft

Was bisher über die Terror-Nacht von Wien bekannt ist

Stefan Juritz

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Der blutige Anschlag hat einen islamistischen Hintergrund. Ein Täter wurde erschossen. Er war ein einschlägig verurteilter IS-Anhänger. Insgesamt starben bisher fünf Personen, 17 wurden verletzt.

Wien. – Am Montagabend kam es gegen 20 Uhr in der Nähe des Schwedenplatzes im ersten Wiener Gemeindebezirks zu einem islamistischen Terroranschlag. Die Polizei geht von mehreren Tätern aus, die an verschiedenen Tatorten (aktuell spricht man von sieben) das Feuer eröffneten.

Nach aktuellen Zahlen starben fünf Personen, drei Männer und zwei Frauen, darunter auch ein Täter. 17 Personen wurden verletzt, sieben davon lebensbedrohlich. Unter den Verletzten befindet sich auch ein Polizei. Sein Zustand sei kritisch, aber stabil, hieß es Dienstagfrüh.

Verurteilter IS-Sympathisant

Der Attentäter, der von der Polizei erschossen wurde, war laut offiziellen Angaben ein 20-jähriger Islamist und IS-Sympathisant. Er besaß sowohl die österreichische als auch die nordmazedonische Staatsbürgerschaft. „Er war mit einer Sprengstoffgürtelattrappe und einer automatischen Langwaffe, einer Faustfeuerwaffe und einer Machete ausgestattet, um diesen widerwärtigen Anschlag auf unschuldige Bürgerinnen und Bürger zu verüben“, teilte Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) am Dienstagvormittag mit.

Der Islamist war bereits im April 2019 wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung (Paragraf 278b StGB) zu 22 Monaten Haft verurteilt, weil er versucht hatte, sich dem IS in Syrien anzuschließen. Vor Gericht gab sich der Mann geläutert. Am 5. Dezember wurde er dann vorzeitig bedingt aus der Haft entlassen, da er als junger Erwachsener unter die Privilegien des Jugendgerichtsgesetzes (JGG) fiel.

Hausdurchsuchungen und Festnahmen

Die Polizei fahndet aktuell nach möglichen Attentätern. Man könne nicht ausschließen, dass es weitere Täter gegeben habe, sagte Nehammer. Der Innenminister rief die Wiener Bevölkerung in der Früh dazu auf, möglichst daheim zu bleiben.

Mittlerweile führten die Ermittler umfangreiche Großrazzien im Umfeld des Täters durch. Laut Angaben von Nehammer gab es 15 Hausdurchsuchungen und mehrere Festnahmen, zwei davon in St. Pölten.

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