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Ronald Reagan und Sebastian Kurz

Wenn’s um die Freiheit geht

Der Vergleich macht sicher: In Deutschland und Österreich ist die Freiheit heute stark bedroht. Das zeigt die Regierung im Umgang mit ihren Kritikern.

Géza Ákos Molnár
Kommentarvon Géza Ákos Molnár
6 Minuten Lesezeit
<p>Bild: Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) bei einer Pressekonferenz / Fotocredit: (C) BKA / Andy Wenzel</p>

Bild: Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) bei einer Pressekonferenz / Fotocredit: (C) BKA / Andy Wenzel

Kommentar von Géza Ákos Molnár

Erinnern Sie sich an Ronald Reagan? Den Western Cowboy Schauspieler? Den 40. Präsidenten der USA Wissen Sie, welche Ideologie er abgrundtief abgelehnt und mit allen erlaubten Mitteln bekämpft hat? Den Kommunismus. Warum? Weil er eine totalitäre Ideologie ist, der den Menschen kein einziges Freiheitsrecht zugesteht und gewährt.

Ronald Reagan und die Freiheit

Im Überschwang seines Temperaments ist ihm einmal Folgendes passiert. Im August 1984, als der Kalte Krieg noch sehr heiß war, hat er für eine Radioansprache geübt. Er wird am Anfang sagen:

„Meine amerikanischen Mitbürger, ich bin erfreut, Ihnen heute mitteilen zu können, dass ich ein Gesetz unterzeichnet habe, welches studentischen religiösen Gruppen erlauben wird, ein Recht zu genießen, welches ihnen zu lange verweigert wurde — die Freiheit, sich in öffentlichen High Schools außerhalb der Schulzeit zu treffen, ebenso wie andere Schülergruppen dazu berechtigt sind.“

Weil er davon ausging, dass das Mikrofon eh noch ausgeschaltet ist, hat er übungsweise so parodiert:

„Meine amerikanischen Mitbürger, ich bin erfreut, Ihnen heute mitteilen zu können, dass ich ein Gesetz unterzeichnet habe, welches Russland für immer für vogelfrei erklärt. Wir beginnen mit der Bombardierung in fünf Minuten.“

Na mehr hat’s nicht gebraucht. Sie können sich das lebhaft vorstellen. Bei uns war es schon damals populär, republikanische Präsidenten für böse Menschen zu halten, allerdings noch viel harmloser als heute. Ich erinnere mich, damals oft gehört zu haben: „I waß net, vur wem i mehr Angst ham soll. Voam Ronald Reagan oder vorm sauren Regen?“

Eine andere Anekdote, die George H. W. Bush später am Sarge Reagans erzählen wird: Nach dem Schussattentat im März 1981 lag der verwundete Präsident am OP-Tisch. Er sah hinauf in die Gesichter der Chirurgen, die ihn nun operieren sollten. Reagan, gerade noch wach: „I hope you are all Republicans!” Siehe im Video bei 2:05:12.

Antikommunismus

Reagan ist mein Lieblingspräsident der USA. Ein ganzer Mann. Eine ehrliche Haut. Mit fester Überzeugung. Mit entschlossenem Willen. Mit Humor und Eleganz. Mit Stil und Klasse. Und: Ihm verdanken wir besonders die Vernichtung der kommunistischen Diktatur in der Sowjetunion und den Staaten des COMECON und des Warschauer Paktes.

Ronald Reagan war der Präsident der Freiheit. Ich erzähle Ihnen eine Geschichte, die sich zugetragen hat, als er noch Governor Kaliforniens war. Es war im Sommer 1970. Schwere Unruhen in den USA im Zusammenhang mit dem Vietnamkrieg. Die Nationalgarde musste einschreiten. Unter den Demonstranten Tote und Verletzte (4.Mai 1970). Kommunistische Studentenorganisationen und kommunistisches Lehrpersonal sabotierten den Lehrbetrieb, auch in Kalifornien. Um zu deeskalieren, verfügte Gov. Reagan dreitägige Ferien.

Er berief Uniprofessoren nach Sacramento ein. Sie sollten Vorschläge ausarbeiten, wie man der gefährlichen und gewalttätigen kommunistischen Agitation Herr werden könne, um einen geregelten Lehrbetrieb wiederherzustellen.

Unter ihnen der Assistenzprofessor Craig R. Smith, der später Redenschreiber am Weißen Haus werden würde. Er schildert in seiner Autobiographie die entscheidende Szene.

Gov. Ronald Reagan, damals 57 Jahre alt, betritt den Saal. Alle erheben sich. Reagan, gut gelaunt, gibt jedem Anwesenden freundlich die Hand. Nun trägt man dem bekanntermaßen antikommunistischen Governor die Vorschläge vor.

Unter anderem: Dossiers über einschlägige Professoren anlegen, die Sozialisten aushorchen, loyale Studenten und Lehrer für antikommunistsiche Spionage heranziehen, Telefone abhören; so müsse man doch dem Kommunismus am Campus begegnen und ihn bald niederringen.

Es wurde still im Raum. Reagan war sehr ernst geworden.

Da schlägt er plötzlich voller Zorn mit seiner Hand auf den Tisch und erhebt sich. Alle sitzen da, starr vor Schreck. „I have never in my life tolerated witch hunts. And I am not going to start one now.” (“In meinem ganzen Leben habe ich eines nie toleriert: Hexenjagden. Und ich habe nicht die Absicht, heute damit anzufangen.“) Und er verließ wutentbrannt den Raum.

So nicht. Den ideologischen Gegner, ja sogar Feind, zu bekämpfen, indem man die akademische Freiheit und die Grundrechte der freien Bürger antastet, ist für Ronald Reagan allergrundsätzlichst nie, nie, nie in Frage gekommen. Nicht einmal im Angesicht seiner Feinde! Es gibt keinen Grund, und es wird nie einen Grund geben, die Freiheitsrechte der freien Bürger in einem freien Staat nur anzutasten.

Diese Geschichte finden Sie im angegebenen Buch auf den Seiten 67 bis 69.

Regenten der Unfreiheit

Kurz und Nehammer. Merkel und Seehofer. Regenten der Unfreiheit. Alles eins. Alle einig im Kampf ausschließlich gegen rechts. Und wer nicht rechts ist, aber es trotzdem wagt, gegen die Regierungspolitik aufzustehen, wird eben zum Rechten ernannt.

Und die Hexenjagd mit Unterstützung der sich gleichschaltenden Medien beginnt.

Symbole verbieten (Identitäre Bewegung), im Internet unter dem Titel „Hass und Hetze“ zensurieren, in Sektenberichte aufnehmen, sie zu Idioten erklären, sie als Leugner verleumden, sie ohne Grund und Not vom Verfassungsschutz beobachten lassen (AfD Sachsen-Anhalt), ihnen ohne einen einzigen Beweis Antisemitismus vorwerfen, sie medial fertigmachen, sie beruflich vernichten, ihre Videos und Artikel zensurieren und löschen wie früher mit der Bücherverbrennung – das alles gehört zum selbstverständlichen Instrumentarium der Regenten in Deutschland und Österreich des Jahres 2021.

Nehammer lässt keine Gelegenheit aus, die Demonstranten gegen die freiheitsberaubende und wirtschaftlich existenzvernichtende Coronapolitik schlimm zu diffamieren und spielt laut mit dem Gedanken, die Demonstration am 31.1.2021 zu verhindern oder zahlenmäßig zu beschränken und gegen die Demonstranten mit aller Schärfe des Gesetzes vorzugehen.

Ronald Reagan und Angela Merkel. Wie Tag und Nacht.

Ronald Reagan und Sebastian Kurz. Wie Tag und Nacht.

Ronald Reagan und Seehofer & Nehammer. Auch wie Tag und Nacht.

In echter Freiheit leben wir in Deutschland und in Österreich wirklich nicht mehr. Vielleicht noch am geduldigen Papier des Grundgesetzes und der Bundesverfassung. Das ist auch die letzte Hoffnung, auf die wir uns gründen, wenn wir bei den aktuell größten Gefahren eine den Regierungen diametral entgegensstehende Meinung frei äußern: Migration/Islamisierung, Klimapolitik, Coronapolitik.

Wir haben keine Männer in unserer Regierung, die einem Ronald Reagan nur annähernd das Wasser reichen könnten, was seine großartige Überzeugung über die Freiheit der Bürger anbetrifft.

Weil die Freiheit der höchste Wert ist, den ich als überzeugter Demokrat kenne, gehe ich am Sonntag wieder auf die Straße.

Leistet Widerstand

Nachtrag (29.01.2021, 16:06 Uhr): Ich erfahre soeben: Die von Nehammer geführte Polizei untersagt die Corona-Demonstration am 31.01.2021, weil man Sorge um das öffentliche Wohl hat. Der Veranstalter erhält die entsprechende Information am 29.01.2021 um 13:09. Die ihm eingeräumte Frist, sich zu äußern: ganze 111 Minuten – 15 Uhr. Schließlich ist Freitag und der Beamte in der LPD geht ins Wochenende.

Wie es ein Regent mit der Freiheit seiner Bürger hält, erkennt man an seinem Umgang mit seinen Gegnern und Feinden, die ohne Gewalt, mit lauteren Mitteln gegen ihn oder seine Politik auftreten.

Ronald Reagan war fürwahr aus einem andern Holz geschnitzt als Kurz und Nehammer.

Leistet Widerstand. Resistete! Non vi, sed verbo.

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