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Studie

Corona-Lockdown schlägt bei Kindern auf die Psyche

Laut einer aktuellen Studie nahm die Zahl der Einweisungen von Kindern und Jugendlichen wegen Depressionen und Angststörungen während des ersten Lockdowns erheblich zu. Auch in anderen Ländern kommen Forscher zu ähnlichen Ergebnissen.

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Symbolbild (CC0).

München. – Um ganze 44 Prozent nahmen die stationären Behandlungen wegen Belastungsstörungen während des ersten Lockdowns zu, wegen Depressionen stieg die Zahl um sechs Prozent. Das Ergab eine Studie der DAK-Bayern, die rund fünf Prozent aller im Freistaat lebenden Kinder umfasste. Was viele Eltern bereits befürchtet haben dürften, wird nun durch die Medizin wissenschaftlich bestätigt. „Die Analyse des ersten Lockdowns lässt befürchten, dass die Pandemiefolgen für unsere Kinder insgesamt wesentlich gravierender sein werden“, erklärte die Leiterin der DAK-Landesvertretung Bayern, Sophie Schwab, gegenüber dem Online-Portal „Nordbayern“.

Weitere Studien

Eine andere Studie des Hamburger Universitätsklinikums Eppendorf ergab weiterhin, dass fast jedes dritte Kind seit dem Beginn der Corona-Pandemie psychische Auffälligkeiten zeige. Das wirkt sich auch ganz real auf die Krankenhäuser aus. „Auf der psychosomatischen Station haben wir momentan sogar etwa doppelt so viele Patientinnen und Patienten mit Anorexie wie sonst“, erklärte Dr. Patrick Nonell, Chefarzt der Kinderpsychiatrie des Klinikums Nürnberg, zu „Nordbayern“.

Auch ähnliche Studien im Ausland, wie etwa in England, kommen zu ähnlichen Ergebnissen. So vermuten Wissenschaftlicher der Universität Cambridge, dass bei rund 70 Prozent aller Kinder die depressiven Symptome während des Lockdowns zunahmen. Die Mediziner vermuten, dass der Anstieg vor allem mit den umstrittenen Kontaktbeschränkungen zusammenhängt.

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