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Ost-Lockdown zu wenig

Ärztekammer-Chef will „ganz Österreich zusperren“

Soeben wurde erst die sogenannte „Osterruhe“ in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland verlängert. Wenn es nach Thomas Szekeres, dem Präsidenten der heimischen Ärztekammer geht, ist der Lockdown aber auf das gesamte Bundesgebiet auszuweiten.

3 Minuten Lesezeit
<p>Bild (Szekeres 2020): SPÖ Parlamentsklub / Kurt Prinz via <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:23.10.2020_PK_mit_Pamela_Rendi-Wagner,_Thomas_Szekeres_und_Michael_Binder_(50519592921).jpg">Wikimedia Commons</a> [<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/deed.en">CC BY-SA 2.0</a>] (Bild zugeschnitten)</p>

Bild (Szekeres 2020): SPÖ Parlamentsklub / Kurt Prinz via Wikimedia Commons [CC BY-SA 2.0] (Bild zugeschnitten)

Wien. – Szekeres ist nicht der erste Mediziner, der einen österreichweiten Lockdown fordert, aber sicherlich einer der prominentesten. Er ist der Ansicht, dass man dem Virus nicht entkommen könne, weil es keine Grenzen kenne. Er fürchtet, dass die „dritte Welle auch die westlichen Bundesländer erfassen“ könnte. Die Totalsperre des Landes hält er der Heute zufolge für den einzig gangbaren Ausweg.

Werbetrommel für die Impfung gerührt

Obschon die Auslastung weder in den Spitälern noch in deren Intensivstationen aktuell irgendwo in der Nähe der Kapazitätsgrenzen ist, bewertet Szekeres die dortige Lage als „dramatisch“. Diese Problematik drohe sich auf alle neun Bundesländer auszuweiten. Dort gebe es auch immer wieder lokale Cluster, die nicht gut nachverfolgbar seien. In seinem Blog empfahl er daher: „Sperrt ganz Österreich zu. Und kauft endlich Impfstoffe.“

Von den Vakzinen erhofft er sich den Durchbruch. Bei deren Beschaffung müsse man „notfalls eigene Wege beschreiten und die ohnehin wackelnde Solidarität mit der EU vergessen“. Dass am Osterwochenende weniger als 10.000 Einheiten verimpft worden seien, spreche für eine „extreme Mangelwirtschaft“. Es gelte die Devise „Impfen, impfen, impfen“.

Szekeres fährt ein scharfes Corona-Profil

Seit Beginn der Corona-Krise profiliert sich Szekeres vor allem als Verfechter scharfer Maßnahmen und warnt häufiger vor wahren Horror-Szenarien. Für breiten Unmut, gerade im maßnahmenkritischen Lager, sorgte auch der kompromisslose Umgang mit Medizinern, die sich kritisch äußerten. Ein frühes Beispiel hierfür war der einst in Bad Aussee praktizierende Dr. Peer Eifler.

Nachdem dieser öffentlich – auch im Fernsehen – die Gefährlichkeit der Pandemie anzweifelte, schrieb Szekeres ihm laut Wochenblick einen wütenden Brief. Darin monierte der Ärztekammer-Chef neben dem Auftritt auch den angeblichen Aufruf „zum zivilen Ungehorsam“ und seine Forderung nach „sofortiger Beendigung aller Maßnahmen durch die Bundesregierung.“

Kritische Ärzte verloren ihre Approbation

Bereits damals – vor gut einem Jahr – stand der Entzug von Eiflers Approbation als Arzt im Raum. Mittlerweile endete eine spätere Kontroverse rund um die freigiebige Erstellung von Attesten zur Befreiung von der Maskenpflicht tatsächlich in einem Berufsverbot für den Obersteirer. Später folgte eine Razzia in der Praxis und sogar die Sperre der Konten des widerständigen Mediziners.

Es blieb zudem kein Einzelfall: Auch die im Widerstand gegen die Maßnahmen populäre Grazer Ex-Spitalsärztin Dr. Konstantina Rösch geriet in der jüngeren Vergangenheit ins Visier der Ärztekammer. Auch in ihrem Fall endete das Aufbegehren gegen das vorherrschende Corona-Narrativ letztendlich in einem Entzug der Berufserlaubnis als Ärztin.

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