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Über 2.000 Migranten binnen 24 Stunden auf Lampedusa eingetroffen

In Italien ist die Zahl der übers Mittelmeer ankommenden Migranten stark gestiegen.

2 Minuten Lesezeit
<p>Symbolbild: Ein Arbeiter beim Anlegen eines Migrantenschiffes in Catania (Sizilien), 2015 / Bild: Metropolico (Bild zugeschnitten)</p>

Symbolbild: Ein Arbeiter beim Anlegen eines Migrantenschiffes in Catania (Sizilien), 2015 / Bild: Metropolico (Bild zugeschnitten)

Rom. – Auf der italienischen Mittelmeer-Insel Lampedusa sind erneut Hunderte Migranten eingetroffen. Damit stieg die Zahl der Menschen, die innerhalb von 24 Stunden auf 20 Booten die Insel erreichten, auf 2.128, wie italienische Medien berichten.

Zahl der Ankünfte verdreifacht

Damit setzt sich der Trend fort, denn seit Beginn des Jahres kamen nach einer Zählung des Innenministeriums in Rom bisher mehr als 12.000 Migranten nach Italien. Vor einem Jahr waren es zum gleichen Zeitpunkt gut 4.100. Besonders viele stammen aus Tunesien, der Elfenbeinküste und aus Bangladesch.

In den letzten Monaten sind auch Schiffe privater Mittelmeer-NGOs Hunderte wieder vermehrt im Einsatz. Die „Sea-Watch 4“ etwa brachte unlängst 455 Migranten nach Sizilien, die „Ocean Viking“ hatte zuletzt 236 Migranten an Bord. Zudem ist am Samstag die „Sea-Eye 4“, das bisher größte Schiff von Sea-Eye, vom spanischen Hafen Burriana zum ersten Einsatz aufgebrochen.

Salvini fordert Treffen mit Draghi

Matteo Salvini, Parteichef der Lega, forderte nach den jüngsten Migrantenankünften ein Treffen mit Ministerpräsident Mario Draghi. „Angesichts von Millionen Italienern in Schwierigkeiten können wir nicht an tausende illegale Einwanderer denken“, sagte Salvini. Der ehemalige Innenminister muss sich derzeit in Sizilien vor Gericht verantworten, weil er im Sommer 2019 dem italienischen Küstenwachenschiff „Gregoretti“ mit 116 Migranten an Bord tagelang die Einfahrt in einen Hafen verweigert hatte. Er wird des Amtsmissbrauchs und der Freiheitsberaubung beschuldigt.

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