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Innsbruck

Studium an Medizin-Uni nur noch mit Impfung möglich

Wer künftig an der Innsbrucker Medizin-Universität studieren möchte, muss eine vollständige Coronavirus-Impfung nachweisen können.

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<p>Symbolbild: Universitätsklinik Innsbruck / Bild: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Universit%C3%A4tsklinik_Innsbruck_(IMG_2248).jpg">Simon Legner (User:simon04)</a>, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0">CC BY-SA 4.0</a>, via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)</p>

Symbolbild: Universitätsklinik Innsbruck / Bild: Simon Legner (User:simon04), CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Innsbruck. – Erst Anfang dieser Woche wurde bekannt, dass die „Tirol Kliniken“ ab September bei allen Neueinstellungen die Corona-Impfung voraussetzt. Problematisch könnte vor allem die Erweiterung der Impfpflicht auf alle Praktikanten werden, denn um ein Medizinstudium abschließen zu können, ist im 6. Studienjahr die Absolvierung eines Klinisch-Praktischen Jahres (KPJ) im Ausmaß von 48 Wochen nötig. Doch nun hängt nicht nur der Abschluss davon ab, ob man geimpft ist, sondern auch der Eintritt in die Innsbrucker Medizin-Universität, wie der Rektor Wolfgang Fleischhacker mitteilte.

Gut 80 Prozent geimpft

Die Medizin-Uni Innsbruck sieht für die Teilnahme am Lehrbetrieb im klinischen Bereich nämlich den Nachweis einer vollständigen Impfung vor. „Wir glauben, dass das für angehende Medizinerinnen und Mediziner, die wir ausbilden, zumutbar ist. Im Spitalsbereich geht die Sicherheit aller Patientinnen und Patienten vor“, so Fleischhacker. Aufgrund der strengeren CoV-Vorgaben rechnet der Medizin-Rektor damit, dass die Impfrate unter den Studenten seiner Universität noch erhöht werden kann. Aktuell seien gut 80 Prozent der Studenten gegen das Coronavirus geimpft. Bis Semesterende könnte die Quote auf über 90 Prozent steigen, glaubt Fleischhacker.

Andere halten an „3-G“ fest

An der Innsbrucker Hauptuni sieht man hingegen vorerst keinen Grund, die derzeitige „3-G-Regel“ zu verschärfen. Bereits im vergangenen Sommersemester mussten Studenten entweder geimpft, genesen oder getestet sein, um an Präsenzlehrveranstaltungen der Leopold-Franzens-Universität teilzunehmen. An der Fachhochschule MCI, an der Pädagogischen Hochschule (PHT) oder an der Fachhochschule Kufstein gilt vorerst weiterhin die „3-G-Regel“. Auch an der UMIT in Hall und der Gesundheits-Fachhochschule bleibt diese Regelung bestehen.

Ähnlich wie in anderen Bundesländern, etwa in Salzburg oder der Steiermark, soll es auch in Tirol gezielte Impfaktionen geben. Zu Beginn des Wintersemesters soll man sich an der Universität Innsbruck und auch an anderen Hochschulstandorten impfen lassen können.

„1-G“ an Unis für Faßmann möglich

Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP), der sich am Freitag mit Vertretern der Tiroler Universitäten getroffen hat, spricht sich für ein „3-G-System“ aus. Grundsätzlich sei aber auch ein Impfnachweis als Voraussetzung im Hochschulbetrieb möglich. Die gesetzlichen Vorgaben bzw. das Hausrecht würden das erlauben, so der Minister. Er verstehe derartige Vorstöße einzelner Rektoren in Österreich, um einen sicheren Lehrbetrieb gewährleisten zu können. Faßmann zeigte sich aber auch skeptisch, was die Durchsetzbarkeit einer verpflichtenden Impfung für die Unis anbelangt.

Das Covid-19-Hochschulgesetz sieht die Möglichkeit vor, dass für die Teilnahme an Präsenz-Lehrveranstaltungen und -Prüfungen sowie Eignungs-, Aufnahme- und Auswahlverfahren ein „Nachweis über eine lediglich geringe epidemiologische Gefahr“ verlangt werden darf. Wie dieser auszusehen hat, muss von den Rektoraten festgelegt werden.

Nachlesen:

„1-G-Regel“: Faßmann hält Unis nur mehr für Geimpfte für möglich (28.08.2021)

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