„Aktion Deutschland hilft“ lehnt Flutopfer-Spende von Heckler & Koch ab

Um den von der Hochwasserkatastrophe im Juli betroffenen Menschen zu helfen, wollte der Waffenhersteller an die Aktion Deutschland hilft spenden. Doch diese lehnt die Spende ab und verweist auf ihre „ethischen Richtlinien“. Das Unternehmen äußert Unverständnis und Bedauern.

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Symbolbild: Pixabay [CC0]

Bonn. – Der baden-württembergische Waffenhersteller Heckler und Koch wollte für die Betroffenen der Flutkatastrophe 15.000 Euro an Aktion Deutschland hilft spenden, einem Bündnis aus verschiedenen Hilfsorganisationen. Einen Monat nach der Spendenüberweisung sei die Information eingegangen, dass das Geld nicht angenommen werde, so das Unternehmen. Wie aus einem am Dienstag publizierten Schreiben von Heckler und Koch weiter hervorgeht, wird als Grund für die Zurückweisung des Spendengeldes von Aktion Deutschland hilft auf dessen „ethische Leitlinien“ verwiesen. Der Spendenbetrag soll zur Hälfte von der Belegschaft und zur Hälfte von der Firma stammen. Dies berichtete unter anderem der SWR.

Heckler & Koch: „Aktion Deutschland hilft setzt Unternehmen herab“

Wie auch die Junge Freiheit berichtete, äußert das Unternehmen in seinem offenen Brief, welcher sich nicht nur an das Hilfsbündnis richtet, sondern auch an dessen Schirmherren, Ex-Bundespräsident Horst Köhler (CDU), und den Kuratoriumsvorsitzenden, Außenminister Heiko Maas (SPD), sein Unverständnis und Bedauern über die Nichtannahme der Spende. Es sei nicht ersichtlich, was denn mit „unethisch“ gemeint sei, heißt es von Heckler und Koch. Und weiter: „Dies setzt nicht nur uns als mittelständisches Unternehmen und unsere Mitarbeiter herab, sondern auch die Sicherheitskräfte in Deutschland, der EU und der Nato, die täglich unsere Produkte benutzen.“

Enthüllungen über die ÖVP

So seien Waffen von Heckler und Koch etwa für Evakuierungen aus Kabul wichtig gewesen. Im Export beliefere man nur Deutschlands Bündnispartner. „Ohne Genehmigung der Bundesregierung verlässt keine einzige Waffe unser Haus“, erklärt das Unternehmen. Ebenso verweist es darauf, dass Polizisten und Soldaten, die im Katastrophengebiet im Einsatz waren, von ihm ausgerüstet werden.

Spende geht nun ans Technische Hilfswerk und Gemeinde vor Ort

Das von der Aktion Deutschland hilft zurückgewiesene Geld will Heckler und Koch weiterhin den Menschen in den betroffenen Gebieten zukommen lassen. Laut eigenen Anhaben wird Unternehmen nun an das Technische Hilfswerk und an die von der Hochwasserkatastrophe im Juli besonders getroffene Gemeinde Dernau im Ahrtal (Rheinland-Pfalz) spenden.

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