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Deutschland

459 Millionen Euro Kindergeld fließen ins Ausland

Nach Zahlen, die der Jungen Freiheit vorliegen, floss im letzten Jahr so viel deutsches Kindergeld ins Ausland wie nie zuvor.

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<p>Symbolbild: Pixabay</p>

Symbolbild: Pixabay

Berlin. – Im Jahr 2021 wurden 459 Millionen Euro an Kindergeldberechtigte auf ausländische Konten ausgezahlt, berichtet die Junge Freiheit . Die konservative Wochenzeit beruft sich dabei auf eine ihr vorliegende Auflistung der Bundesagentur für Arbeit, die der AfD-Bundestagsabgeordnete René Springer angefragt hatte. Demnach sind die Zahlungen ins Ausland stätig gestiegen: Im Jahr 2020 waren es 430 Millionen Euro. 2015 lag die Summe der Kindergeldzahlungen deutscher Behörden ins Ausland noch bei 261 Millionen Euro.

Auch Kinderbonus-Zahlungen fließen ins Ausland

Aufgrund bestehender EU-Regelungen und Vereinbarungen mit einigen außereuropäischen Staaten können deutsches Kindergeld auch Personen erhalten, dessen Kinder im Ausland leben. Solange die Eltern des Kindes oder andere sorgeberechtigte Angehörige in Deutschland leben oder arbeiten, besteht ein Anspruch. Der Jungen Freiheit zufolge haben mittlerweile 18,2 Prozent aller Kindergeldberechtigten eine ausländische Staatsangehörigkeit und 20,5 Prozent aller Kinder, für die Kindergeld gezahlt wird, haben keinen deutschen Pass. Rund zwei Prozent aller Kinder, für die deutsche Behörden Zahlungen leisten, würden nicht in Deutschland leben. Über das normale Kindergeld hinaus werden auch Leistungen wie der Kinderbonus 2020 (300 Euro pro Kind), der Kinderbonus 2021 (150 Euro pro Kind) sowie der Kinderbonus 2022 (100 Euro pro Kind) an im Ausland lebende Kinder gezahlt, heißt es weiter. Die Bundesregierung würde allein beim Kinderbonus 2020 von rund 90 Millionen Euro ausgehen, die so zusätzlich ins Ausland flossen.

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„Dem deutschen Steuerzahler nicht mehr vermittelbar“

„In einigen osteuropäischen Ländern entspricht das Kindergeld für zwei Kinder bereits einem Monatslohn. Dem deutschen Steuerzahler, der aufgrund der Inflation hier kaum noch seine Miete zahlen kann, ist das nicht mehr vermittelbar“, kritisierte Springer gegenüber der Jungen Freiheit. Als AfD-Fraktion rufe man deshalb die Bundesregierung dazu auf, das Kindergeld und den geplanten Kinderbonus auf die Lebenshaltungskosten vor Ort abzusenken. Auch im letzten Jahr wies er bereits auf die Problematik hin und erklärte darüber hinaus, dass solche Kindergeldregelungen Anreize zur Einwanderung in unsere Sozialsysteme schaffe.

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